Modern Maha Mantra & Making off

Man weiß von mir, dass ich Gott-verbunden bin – nicht im Sinne einer abrahamitischen Religion, sondern im vedischen: Ich folge dem Hinduismus, der nicht (wie fälschlicherweise angenommen) viele Götter verehrt, sondern Gottes verschiedenste personifizierten Aspekte, denn Gott ist absolut und daher auch unendlich vielseitig. Die Hindus verehren zumeist die Aspekte Shiva (den Zerstörer) oder Vishnu (den Erhalter), kaum jedoch Brahma (den Erschaffer), allesamt jedoch Krishna (den Alles Anziehenden). Für die Verehrung werden unter anderem Mantras herangezogen, und neben dem OM ist das (bzw. der) Maha-Mantra das bedeutendste – nahezu Jeder hat es schon einmal gehört: „Hare Krishna, Hare Krishna, Krishna Krishna, Hare Hare – Hare Rama, Hare Rama, Rama Rama, Hare Hare“.

Mantras können laut oder leise gesprochen oder gesungen werden – man nennt das Chanten oder Kirtan. Die Mantra-Rezitation ist im Gesang oftmals lieblich, im Sprechen hingegen zumeist trocken und manchmal dennoch mit Ansätzen zum Sprechgesang. Man kann die eine Form mögen, die andere weniger, und für westliche Ohren ist die indische Musik etwas gewöhnungsbedürftig, zuweilen sogar unangenehm. Da nun Gott (Krishna) absolut und unendlich vielfältig ist, sind alle Menschen als seine Geschöpfe in seinem Ebenbild ebenfalls unendlich vielfältig, und mich selber drängte es schon seit geraumer Zeit, das (den) Maha-Mantra auf eine sehr moderne und von den bisherigen Formen doch sehr unterscheidenden Art zu interpretieren – Anlass hierfür waren die wenig synchronen und manchmal auch in Sprechgesang übergehenden Rezitationen unter dem YOUTUBE-Kanal VEDAVOX, den ich oft verfolge – Paramshreya möge mir meine Direktheit verzeihen …

Da ich nun moderne elektronische Musik sehr mag, lag es jetzt nahe, sich an einer entsprechenden Vertonung des Maha-Mantra mit Sprechgesang zu versuchen, und das ist dabei herausgekommen:


Konzept & Making off

Jeder Hindu kennt das Volksepos Mahabharat und die heilige Schrift Bhagavad-Gita. Hierin geht es um die Schlacht von Kurukshetra, an der Gott in seiner Inkarnation als Krishna direkt beteiligt ist. In frühen Zeiten waren unter anderem Reiterhorden an den Feldschlachten beteiligt, und somit wurde Pferdegetrappel zum ersten Element des o.a. Mantras – Ajurna als erfolgreicher Krieger und Krishna als sein Wagenlenker rasen heran. Ihre Ankunft wird mit einem Muschelhorn verkündet, dem zweiten Element des Mantras. Um die Ankunft Gottes (Krishnas) in unsere Gegenwart weiter zu verdeutlichen, spricht als drittes Mantra-Element eine weibliche Stimme: „Joy to the world – The Lord is come“ – übrigens ein von Georg Friedrich Händel vertontes und im angelsächsichen Raum weithin bekanntes Weihnachtslied. Das vierte Mantra-Element ist dann das (der) von einer weiblichen und einer männlichen Stimme im Wechsel und auch gemeinsam rezitierte Maha-Mantra …

Die gesamte Vertonung wurde mit ausgewählten und von AMPIFY produzierten Sound-Elementen unterlegt. Das ca. 12-sekündige Pferdegetrappel habe ich von Sound-Illusion bezogen, das 3-fache Muschelhorn von PIXABAY-Sounds und die Stimmen über Text to speech online halbautomatisch generieren lassen.

Das (der) modern interpretierte Maha-Mantra ist mittlerweile mit kontroversen Empfindungen angekommen – genau so kontrovers oder (besser gesagt:) vielseitig, wie Gott (Krishna) in seiner Absolutheit selber auch ist – und so war es ursprünglich auch beabsichtigt – Hare Krishna

 

Gesichtslos ?

Gibt es etwas ohne Gesicht oder können wir es nur nicht erkennen ? Haben ein Stein oder ein Berg, ein Bach oder ein Fluss, eine Pflanze oder ein Wald, eine Schraube oder eine Maschine ein Gesicht ? Gärtner sagen, dass sie, wenn sie einen neuen Baum oder Busch einpflanzen, ihn so positionieren, dass man aus der Hauptblickrichtung ein Pflanzen- oder Baumgesicht erkennen kann …

Und so wird alles, was je erschaffen wurde, von einer Intelligenz erschaffen – ob wir diese nun kennen oder nicht – das ist eine unwiderlegbare Tatsache, die insbesondere in uralten vedischen Überlieferungen begründet wird. Aber um zu erschaffen, braucht es Energien bzw. Kräfte, die sich in bestimmten Zuständen und Formen zeigen – eben auch Gesichtern …

Ich beschäftige mich schon lange mit den o.g. vedischen Überlieferungen (siehe hier), die insbesondere im Hinduismus, aber auch im daraus hervorgegangenen Buddhismus, gelebt werden. In allem sieht man (leider nicht im Buddhismus, es ist keine Religion) die Präsenz und das Wirken einer individuellen und einer höchsten Intelligenz – alle individuellen Intelligenzen (Seelen) sind Bestandteile der höchsten Intelligenz (Gott) und immer mit ihr verbunden. Diese Tatsache des individuellen und gleichzeitig Eins-Seins mit allem wird in der vedischen Kultur immer hoch gewürdigt – keiner ist wirklich vom Anderen abgetrennt, so wie die rechte und die linke Hand zum gleichen Körper gehören …

Und diese Gemeinsamkeit kann in Zurückgezogenheit (z.B. Meditationen) überprüft oder gemeinsam (z.B. in Konzerten) wahrgenommen werden, auch wenn es Einem nicht immer sofort klar ist. In der vedischen oder indischen Kultur gibt es u.a. das gemeinsame Singen (Kirtan) zur Verehrung der höchsten Intelligenz, mit der wir alle über unserer Herzen verbunden sind, und in der westlichen Kultur große Konzerte mit hierfür besonders geeigneter Musik – Gott hat verschiedene Gesichter (Formen) und kann sich daher so oder so zeigen …

Unbestreitbar gibt es also Musikrichtungen, die sich dafür besonders eignen, wie z.B. psychedelische Musik, Dance, Trip-Hop, Trance und andere. Welche Wirkungen solche Musik auf uns gemeinsam hat, kann man z.B. in Konzerten der britischen Gruppe Faithless („Gesichtslos“ = treulos) sehen – aber erlebt es nun selbst:

Spiritualität vs. Politik

In den letzten Jahren und insbesondere den letzten Monaten sind weltweit eine Zunahme wirtschaftlich und politisch irrationaler Prozesse zu verzeichnen, denen gewisse „Entscheidungsträger“ mit restriktiven Kontroll- und Sanktionsmassnahmen zu begegnen versuchen. Einem reissenden Fluss kann man sich jedoch kaum in den Weg stellen und den Deckel auf einem Topf mit siedendem Wasser nicht lange herunterdrücken, ohne selber Schaden zu nehmen …

Nun wäre es einfach, sich diesen „Entscheidungsträgern“ in allen Belangen zu unterwerfen, wenn Sie denn tatsächlich alle Prozesse durchschauen und beherrschen könnten, aber sie beweisen mit ihren operativen Massnahmen, die zu mehr Leid anstatt Glück führen, immer mehr ihre Kopf- und Machtlosigkeit. Es ist schon schlimm, wenn die Meinung anerkannter Fachleute und einer Bevölkerungsmehrheit mit einem noch gesunden Bauchgefühl erkennt und es auch immer wieder öffentlich artikuliert, dass ein relativ kleiner Kreis von „Entscheidungsträgern“ mittlerweile selbstüberschätzend oder sogar selbstherrlich einen falschen Weg eingeschlagen hat, dieses aber nicht zugibt und jegliche Kritiken bzw. Widerstände restriktiv abzuwürgen versucht. Doch die Geschichte der Menschheit hat oftmals bewiesen, dass sich damit das sichere Ende einer jeglichen Ära oder Dynastie andeutet …

Menschen, in welcher Position auch immer sie sich befinden, neigen überwiegend dazu, die Dinge in ihrem Leben selber in die Hand zu nehmen, denn es geht zumindest um den Erhalt des eigenen Körpers und seiner Gesundheit, um das Leben der Familie und Freunde, um einen gewissen Wohlstand und zuweilen auch Macht. Die Menschen, die gewisse Dinge nicht unter ihre eigene Kontrolle bringen können (oder wollen) bzw. die solche Dinge mangels entsprechender Veranlagungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten nicht bewältigen, übertragen ebenfalls Aufgaben an Andere – schliesslich muss auch nicht Jeder Bäcker, Kfz-Mechaniker, Arzt oder Politiker werden …

Doch allgemeine Unwissenheit schützt auch vor allgemeiner Strafe nicht, die sich in Tributen ans Leben bzw. in widrigen Lebensumständen äussert. Ist unser „modernes“ Bildungswesen derzeit tatsächlich geeignet, diese Unwissenheit zu vertreiben, oder werden hier lediglich Menschen herangezogen, die sich recht willfährig in ein mechanistisches Wirtschaftssystem einbinden lassen ? Die Lockmittel, über einen grösseren Wohlstand und mehr Entscheidungsgewalt verfügen zu dürfen, sofern man sich einer materialistischen Weltanschauung unterwirft, bewirken zumeist illusorische Wunder. Aber tatsächlich lässt sich die Natur nicht so einfach beherrschen, und je mehr man ihr abzuringen versucht, desto mehr gleitet sie uns aus der Hand und die Tribute an sie werden noch grösser …

Ist genau Das den Menschen überhaupt schon so richtig aufgefallen, denken Sie auch darüber einmal intensiver nach ? Geben uns die „modernen“ Wissenschaftler darauf schlüssige und erhellende Antworten oder werfen sie nur noch mehr Fragen auf ? Und wie steht die Philosophie dazu, die uns die Welt immer wieder zu erklären versucht – ist es nicht eher so, dass Erscheinungen um uns herum lediglich mit anderen Erscheinungen erklärt werden, anstatt deren eigentlichen Ursachen bzw. Quellen nachzugehen … ?

Wenn wir uns ständig im Kreise drehen, unsere Hamstertrommel nicht verlassen oder über den Brunnenrand nicht hinauszuschauen wagen, werden wir unsere eigentlich untrüglichen Gefühle, dass in unserem Leben etwas schief läuft, nicht bestätigt finden und weiterhin in Ängsten, Wut, Zorn, Missgunst, Hass usw. verharren – wir werden uns von Anderen abgrenzen und sie dafür verantwortlich machen, dass es uns selber schlecht geht. Die Anderen, die von sich selber glaubten, die Dinge besser beherrschen zu können als wir selber, und denen wir daher unser Vertrauen schenkten, sind aber auch nicht anders als wir, sofern sie selber die o.g. Besonderheiten nicht überwinden konnten …

Woran können wir eigentlich erkennen, dass es da Jemanden gibt, der diesen Sprung tatsächlich geschafft hat ? Auf keinen Fall wird dieser Jemand sich zu einem „Entscheidungsträger“ (z.B. Politiker) wählen lassen, denn er hat sich ganz bewusst (wirklich „aufgeklärt“ bzw. wohlwissend) einer weitaus höheren Macht hingegeben, die die gesamte Natur erschaffen hat, diese mit absolutem Überblick, Weisheit und Liebe lenkt und kontrolliert. Nun – wie kommt man selber dorthin … ?

Man muss sich zunächst erst einmal von allen materiellen Erscheinungsformen zurückziehen und dann sozusagen draufschauend hinterfragen, woher diese eigentlich kommen. Mit der Zeit wird man feststellen, dass sie immer eine innere geistige Ursache haben, d.h. das zunächst Innere hat sich erst später im Aussen zeigt (manifestiert). Die nächste Frage wäre, woher denn dieses innere Geistige kommt und warum … ?

Ich möchte Ihnen jetzt diese sehr interessante Suche in das Wesen unseres gesamten Daseins nicht vorwegnehmen, kann Ihnen aber die Erkenntnis versprechen, dass die o.g. „Entscheidungsträger“ (z.B. Politiker) eigentlich zu den unwissensten und machtlosesten Menschen zählen, die die Menschheit hervorgebracht hat – ein abgeschlossenes Studium oder gar eine Promotion, die Mitgliedschaft in einer „C“-Partei und diverse Kirchgänge zeugen noch lange nicht von spiritueller Reife. Ganz im Gegenteil müssen solche Leute wie Kinder immer noch in ihren Sandkästen spielen, um die Welt und die Prozesse darin wirklich zu erkennen …

Mein persönlicher Ratschlag: Halten Sie sich von solchen Kindsköpfen und jeglichen ihrer Spiele völlig fern, widmen Sie sich stattdessen besser ihrer eigenen geistig-spirituellen (Weiter-) Bildung und Entwicklung … und Sie werden über Nichts mehr überrascht und von niederen Gefühlen geplagt sein – mehr noch: (politische) Kindsköpfe können Ihnen einfach Nichts mehr anhaben, denn Ihr eigener „Schutzengel“ ist immer anwesend und mächtiger als sie …

… in diesem Sinne – atma namaste

„

Wenn Menschen sich zu Göttern erheben

Alle vier Jahre haben wir nach dem gregorianischen Kalender ein Schaltjahr, d.h. der Monat Februar hat dann anstatt „nur“ 28 Kalendertagen einen ganzen Tag mehr. Der vedische Kalender kennt diese ungleichen Sprünge zwischen 28/29 und 30/31 Kalendertagen im Jahresverlauf aber nicht …

Die uralten vedischen Zeiteinteilungen wurden von mir auf meiner Praxis-Website ausführlicher beschrieben (siehe hier und hier) – sie kennen keine derartigen Sprünge. Und welche Erklärungen hat die „moderne Wissenschaft“ für die „Notwendigkeit“ eines Schaltjahres ? Eine Erklärung ist die, dass sich die Erde um sich selber herum immer langsamer dreht und dass unsere Zeiteinteilung dem gerecht werden muss. Wenn dem tatsächlich so ist – warum dreht sich die Erde immer langsamer ? Eine Antwort darauf hat Prof. Konstantin Meyl mit seiner Expansionstheorie:

Die Expansionstheorie besagt im Grunde genommen, dass sich die Erde immer weiter ausdehnt (expandiert), weil sie sich kosmische Teilchen einfängt, die zu einer Masse-Zunahme führen. Mit anderen Worten nimmt die Erde im Laufe ihres Alters ähnlich zu wie eine heranwachsender Mensch. Die Masse-Zunahme führt zugleich zu einer Ausdehnung, und so, wie eine Tänzerin, die ihre Pirouette beendet, indem sie ihre zuvor eng angelegten Arme jetzt ausbreitet, so dreht sich dann auch die Erde immer langsamer …

Die Masse-Zunahme der Erde hat aber nicht nur eine Vergrößerung ihres Durchmessers und Verlangsamung ihrer Umdrehungen zur Folge, sondern auch die Vergrößerung ihrer Oberfläche – und genau darauf wollte ich eigentlich hinaus: Wenn sich die Oberfläche der Erde vergrößert, so könnte sie doch auch mehr Menschen (um uns nur mal auf sie zu beschränken) beherbergen und auch genügend Boden für deren Versorgung zur Verfügung stellen – nicht wahr ? Ein Bevölkerungswachstum würde also nicht zwingend zu einem Versorgungsnotstand führen – man sollte einmal den Bevölkerungszuwachs in den letzten Jahren mit der Oberflächenvergrößerung der Erde ins Verhältnis setzen – das Ergebnis wäre sicherlich interessant …

Andere Überlegungen werden gewisse Personen angestellt haben, die bereits seit einiger Zeit der Meinung sind, dass die rasante Zunahme der Erdbevölkerung schon ihre eigene Existenz gefährdet. Obgleich in allen Religionen der Schöpfer immer wieder sagt, dass er grundsätzlich alle Lebewesen mit dem Notwendigen versorgt, sofern sie sich ihm angstfrei hingeben, will der besagte Personenkreis diese Rolle selber übernehmen und das Bevölkerungswachstum mit „modernsten Methoden aus Wissenschaft und Technik“ unter Kontrolle bringen. Sie sind absolut davon überzeugt, den wahren Überblick über die Pläne und Gesetzmäßigkeiten der Natur Bescheid zu wissen, um derartig eklatante Eingriffe vornehmen zu können …

Wer eigentlich sind diese Leute, wer hat sie dazu gebeten oder gar ermächtigt ? Wie gehen sie dabei vor und wie stark entfernen sie sich vom Schöpfer selber ? In den VEDEN werden solche Leute „Asuras“ (Dämonen) genannt, also Menschen, die absolut materialistisch und atheistisch orientiert sind, sie kalkulieren, spekulieren und handeln mit ihrem (naturgemäß menschlich) beschränkten Verstand. „Suras“ hingegen sind Gott-zugewandte Menschen, die überwiegend aus dem Herzen heraus und im Gott-Vertrauen leben. Asuras sind also auch genau solche Leute, die mit ihren unbedarften oder sogar vorsätzlichen Handlungen immer wieder mehr Unheil über die Menschheit bringen als das von ihnen oftmals erwünschte oder vorgegebene Heil – doch schauen Sie nun selber:


Quelle:
https://www.bitchute.com/video/5izjzGo5AyBw/

 

Parikrama – Pilgertour von Vishnu-Geweihten

Zwei junge Leute mit den bürgerlichen Namen Peter & Susanne Pastingl wanderten mit ihren beiden kleinen Kindern nach Indien aus. Sie waren bereits „Vaishnava’s“ (Vishnu- bzw. Krishna-Geweihte) und beruflich in Leipzig recht erfolgreich, aber Deutschland ist zu materialistisch aufgestellt, als dass es ihnen das Verständnis und den Freiraum entgegenbrachte, den man für seine eigene spirituelle Entfaltung tatsächlich benötigt – eine Erfahrung, die auch ich bereits seit vielen Jahren selber mache …

In Deutschland wird zwar das Christentum politisch hochgehalten, aber kaum wirklich gelebt; die anderen Religionen werden beargwöhnt und lediglich der Buddhismus findet ob einer gewissen Exotik ein wenig Aufmerksamkeit. Der Buddhismus jedoch ist keine Religion, sondern eine Philosophie, die den Materialismus auszublenden versucht, hat mit einer Gott-Suche bzw. einem Gottes-Verständnis aber (noch) nichts zu tun …

Hier nun die Lebensgeschichte von Peter & Susanne Pastingl:

Eine Pilgertour an spirituell bedeutsame Orte wird „Parikrama“ genannt – auf eine solche nehmen uns nun Peter & Susanne Pastingl mit. Das Paar lebt mit seinen Kindern in Mayapur, wo derzeit der weltgrößte Tempel der ISCKON entsteht. Die gesamte Tempelanlage *) beherbergt u.a. auch ein vedisches Planetarium *) unter einer riesigen Kuppel, diverse Ausbildungs- und Meditationsräume, zahlreiche Unterkünfte, Versorgungseinrichtungen u.a.m.. Die meisten für Vaishnava’s spirituell bedeutsamen Orte befinden sich in einem größeren Umkreis von Mayapur, aber die Pilgertour führt auch nach Kalkutta – dem Geburtsort von A.C. Bhaktivedanta Prabhupada, dem Gründer der ISCKON und eigentlichen Architekten der Tempelanlage in Mayapur: Teil-1 – Teil-2 – Teil-3 – Teil-4 – Teil-5 – Teil-6

*) Bei den Videos kann zum besseren Verständnis der engliche Untertitel zugeschaltet und dann automatisch in deutsch übersetzt werden

Eine Sufi-Weisheit …

Der, der nicht weiß, und nicht weiß, dass er nichts weiß, …
… ist ein Narr – meide ihn.

Der, der nicht weiß, und weiß, dass er nichts weiß, …
… ist ein Kind – lehre ihn.

Der, der weiß, und nicht weiß, dass er weiß, …
… schläft – erwecke ihn.

Doch der, der weiß, und weiß, dass er weiß, …
… ist ein Weiser – folge ihm.

(nach Rumi)

 
 
 
 
 
 
 
 

Viele Wege führen zur Quelle – Sikh’s (BR-Doku 2018)

Am 04.02.2018 wurde im Bayrischen Fernsehen ein Beitrag über die Sikh’s ausgestrahlt, der zunehmend das Herz des Zuschauers erwärmt. Doch wer sind die Sikh’s und wie lassen sie sich mit den Vaishnava’s (z.B. „Hare-Krishna-People“) vergleichen ?

Der usprünglich aus Nordindien stammende Sikhismus betrachtet sich als völlig eigene und auch nicht dem Hinduismus zugehörige monotheistische Religion:

Zum Film hier: Ein Wochenende bei den Sikhs

Viele Wege führen zur Quelle, und das trifft auch für das Judentum, das Christentum, den Islam und alle weiteren echten Religionen zu, die vom egozentrischen Materialismus, dessen Daseinsberechtigung sich auf dem Atheismus stützt, noch nicht entstellt sind. Das Zentrum aller Schöpfungen ist der allmächtige, allwissende und allgütige Gott, der sich in sehr vielen Erscheinungsformen zeigt, aber nicht der kleine Mensch mit seinem beschränktem Verstand, Veranlagungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Das zu erkennen und sich diesem Umstand bedingungslos hinzugeben, ist das eigentliche Ziel aller Religionen …

 
 

7 Tage in der Sekte (NRD-Doku 2017)

„Ich hab‘ so’n klein wenig Sorge, dass Manche sich vor der Welt verschließen, statt sich der Welt zu stellen.“ – so zieht der junge NDR-Reporter Lars Kaufmann sein erstes Resumé nach ein paar Tagen Aufenthalt im „Simhachalam-Tempel“ in Jandelsbrunn (Niederbayern). Und wenn man die in der NDR-Doku aus dem Jahre 2017 gezeigten Bilder sieht, kann man das auch recht gut verstehen …

Ich vermisse hier leider eine grundlegende Einführung in das eigentliche Wesen der „Hare-Krishna-Bewegung“, die vor Ort entweder nicht stattgefunden hat oder dem Publikum einfach vorenthalten wird. Äußere Erscheinungen, wie z.B. die gezeigten Lebensweise und die Rituale, sagen darüber nämlich absolut nichts aus – sie sind lediglich Mittel zum Zweck für genau Jene, die sich immer schon zum Hinduismus als eine von vielen Religionen hingezogen fühlten – der Reporter Lars Kaufmann gehört nicht dazu, zumindest derzeit noch nicht …

Aber verstehen die meisten Menschen im Westen, insbesondere die Atheisten, denn die Lebensweisen und Rituale der Katholiken, der Juden oder der Muslime ? Ganz bestimmt auch nicht – doch Niemand beschreibt diese Religionen als Sekten, sie werden ganz im Gegenteil auch als Religionen anerkannt, auch wenn man ihnen nicht zu folgen bereit ist …

Die Befürchtung von Lars Kaufmann, dass sich die Anhänger der „Hare-Krishna-Bewegung“ vor der Welt, die uns umgibt, verschließen, ist jedoch überwiegend unbegründet – Ausnahmen bestätigen die Regel: In den vedischen Überlieferungen, die die Grundlage dieser Bewegung bilden, wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Klärung (Aufräumen) des Geistes zunächst notwendig ist, um einen besseren Überblick über sein individuelles und das gesamte Dasein zu gewinnen, denn das Leben um uns herum beschäftigt uns derart, dass wir aus der „Tretmühle“ nur schwer herauskommen, geschweige die Funktionalitäten dieser „Tretmühle“ überhaupt erkennen, lediglich eventuell erahnen …

Fortgeschrittene „Hare-Krishna-Jünger“ („Vaishnavas“) jedoch haben es schon geschafft, über eine Art (spirituelle) Leiter aus dem täglichen Getümmel herauszusteigen und jetzt von Oben darauf zu schauen – ihnen ist es vergönnt, die Verstrickungen, in denen sie selber sich zuvor auch einmal befunden haben, schnell zu erkennen und künftig zu vermeiden. Mit diesem neuen Blick ist es dann recht einfach, auch im Getümmel des Alltags ohne Blessuren und völlig entspannt zu bestehen – ohne Rückzug und Weltfremdheit. Der „Simhachalam-Tempel“, die Gemeinschaft unter Mönchen, besondere Lebensweisen und Rituale sind der Schutzmantel der Suchenden und Derer, die sich darin wohler fühlen als „da Draußen“ – aber es ist eigentlich nicht zwingend notwendig – so steht’s tatsächlich auch in den Veden geschrieben … 🙂

Hare Krishna …, Hare Rama …

Die in den 1960-er Jahren von A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada in den USA gegründete „Hare-Krishna-Bewegung“ wurde oftmals fälschlich mit der damals auch aufgekommenen „Hippie-Bewegung“ in einen Topf geworfen und seit dem auch immer wieder mal leichthin als „Sekte“ diffamiert – leider auch von der „christlichen Kirche“. Doch worum geht es wirklich ? Die „Hare-Krishna-Bewegung“ verbreitet uraltes Welt-Wissen, das im Sanskrit als „Veda“ bezeichnet wird. Ein Bestandteil dieses Wissens sind unter anderem die ganzheitliche Gesundheitslehre und -Heilkunde „Ayurveda“, die Bau- und Wohnkultur „Vastu“ (in China „Feng-Shui“ genannt) sowie die Hochwissenschaft Astrologie „Jyotisch“. Schwerpunkt bei der Vermittlung des „Veda“ ist jedoch die Vermittlung des Zusammenhangs von Körper, Geist und Seele sowie der Beziehung des individuellen Lebewesens (Mensch, Tier, Pflanze) zur Gesamtschöpfung und zum Schöpfer (Gott bzw. „Krishna“) selber.

Im Folgenden nun ein aufschlussreiches Interview, das einen kleinen Einblick hinter die Kulissen der „Hare-Krishna-Bewegung“ gewährt:

Jiddu Krishnamurti …

Jiddu-Krishnamurti (1)Vor einigen Jahren schenkte mir eine gute Freundin ein Büchlein „Meditationen“ von Jiddu Krishnamurti (1895-1986), das für mich stilistisch nicht so einfach zu lesen war. Mit Krishnamurti selbst hatte ich mich bisher noch nicht befasst, jedoch schon von ihm gewusst. Und nun, bei einem spontanen Besuch der Website von Dieter Broers (*1951), bin ich wieder auf ihn gestoßen. Dabei fand ich dann folgende 7-teilige Vortrags- oder besser Seminarreihe, die heute aktueller als je zuvor erscheint. Beim Anschauen beachte man, dass Krishnamurti selber keine Erkenntnisse und Weisheiten vermittelt, vielmehr jedoch Fragen an sein Publikum stellt, was hiermit gefordert ist, sich bis zu den jeweiligen Erkenntnissen und Weisheiten alleine durchzuarbeiten:

(1)  Warum ist die Welt so ein Chaos ?

(2)  Die Bewegung des Denkens und Werdens

(3)  Handeln, das immer richtig ist

(4)  Die Konditionierung durchbrechen

(5)  Die Beziehung zwischen Wunsch, Wille und Liebe

(6)  Am Ende des Leids stehen Liebe und Mitgefühl

(7)  Gibt es überhaupt etwas Heiliges im Leben ?

Ich denke, diese anspruchsvolle Vortrags- bzw- Seminarreihe stellt eine gute Ergänzung zu meinem vorangegangenen Beitrag Die sieben Todsünden … dar. Persönlich kann ich einige Aussagen Krishnamurti’s zum Hinduismus, insbesondere den Veden, nicht unterstreichen, aber in die Tiefe, warum ich diesbezüglich anderer Auffassung bin, wird wohl kaum noch einer einsteigen wollen – dazu müsste auch er die Veden studieren …