Sound-Projekte – Neuanfang

Für mich so ganz nebenbei und dann aber völlig überraschend hat der Hersteller der Digitalen Audio Workstation (DAW) AMPIFY-Studio über den Jahreswechsel die Weiterentwicklung und Unterstützung ihrer unter WINDOWS gelaufenen Software eingestellt. Um AMPIFY-Sounds überhaupt nutzen zu können, bedurfte es eines monatlichen Abo’s, das damit aber auch automatisch auslief. Dennoch – ich kam mit AMPIFY sehr gut zurecht und stand nun vor dem Problem, mir einen unkomplizierten und dennoch leistungsfähigen Ersatz zu beschaffen. AMPIFY war ursprünglich immer für IOS-Plattformen erschaffen worden und der Hersteller hat sich nun wieder nur darauf ausgerichtet. Sollte ich mir deshalb extra noch Apple-Hardware (PC’s, Tablets, Smartphones) zulegen, wo ich doch schon über adäquate und kostengünstigere LINUX-Systeme und sogar ein darin eingebettetes WINDOWS verfüge … ?

Ich bin also noch einmal alle mir bereits z.V. stehenden Möglichkeiten (bereits installierte DAW’s) durchgegangen und habe nach weiteren Alternativen und Ergänzungen gesucht. Letztlich habe ich dann die kostenlose DAW WAVEFORM und darüber hinaus den Kauf der DAW BITWIG entschieden, welche dem bereits unter WINDOWS installierten ABLETON Life und dem AMPIFY-Studio am nächsten kam. Und gerade deshalb kam ich auch schnell damit zurecht. Hier nun meine ersten „Produktionen“ unter BITWIG:

 

 

 

Damit war es nun nicht mehr weit, mit meinen Controllern (Tasteninstrumenten) eigene Sounds einzuspielen und zu arrangieren, und um mir das zu erleichtern, habe ich mir noch kurzfristig ein NOVATION Launchkey 49 zugelegt, d.h. ich verfüge nunmehr über vier MIDI-fähige Tasteninstrumente. Jetzt ist es mir auch gelungen, einige erste Clips selber zu erstellen, wie z.B. diesen Sound-Teppich, den ich wahrscheinlich noch in eine größere Performance einbauen werde:

Weitere Sound-Projekte

 

Meinem ursprünglichen Ziel, über meine Keyboards (Piano, Synthesizer, Orgel) eigene Sounds zu kreieren und dann miteinander zu arrangieren, bin ich zwischenzeitlich schon etwas näher gekommen, was sich leider in den folgenden Projekten noch nicht widerspiegelt konnte, denn ich musste mich erst einmal wieder der Vervollkommnung meines klassischen Klavierspiels widmen – zur Zeit steht hier nämlich ein Barock-Stück von Johann Gottfried Walther auf der Tagesordnung …

 

 

 

Bei den verwendeten Sound-Schnipseln handelt es sich bisher weiterhin nur um von AMPIFY produzierte und (aus Urheberrechtsgründen) kostenpflichtig bereitgestellte Sounds und sogar Clips, die ich dann selber weiter bearbeitet und über mehrere Channels (= Spuren) arrangiert habe.

Erste Sound-Projekte

Ich hatte mir vor nicht allzu langer Zeit ein NOVATION Launchpad X zugelegt, um mein kleines Musikstudio weiter auszubauen, dabei zwei wunderbare DAW’s mitgeliefert bekommen und etwas später auch geupgradet: AMPIFY Studio und ABLETON Live. Nach einigen Experimenten sind mir nun erste Performances (= Arrangements) aus mehreren verschieden Sound-Schnipseln *) gelungen, die ich hier einmal vorstellen möchte:

 

 

 

 

 

*) Bei den Sound-Schnipseln handelt es sich bisher nur um von AMPIFY produzierte und (aus Urheberrechtsgründen) kostenpflichtig bereitgestellte Sounds und sogar Clips, die ich dann selber weiter bearbeitet und über mehrere Channels (= Spuren) arrangiert habe. Hierbei müssen insbesondere die Tonarten, Notenwerte, Tempos, Einsätze u.a.m. berücksichtigt werden, um untereinander stimmig zu wirken. Mein ursprüngliches Ziel besteht jedoch darin, über meine Keyboards (Piano, Synthesizer, Orgel) eigene Sounds zu kreieren und dann miteinander zu arrangieren, wozu auch meine Musikinstrumente als sogenannte Controller in die o.g. DAW’s eingebunden werden müssen – aber das ist bei mir noch in Arbeit …

Gesichtslos ?

Gibt es etwas ohne Gesicht oder können wir es nur nicht erkennen ? Haben ein Stein oder ein Berg, ein Bach oder ein Fluss, eine Pflanze oder ein Wald, eine Schraube oder eine Maschine ein Gesicht ? Gärtner sagen, dass sie, wenn sie einen neuen Baum oder Busch einpflanzen, ihn so positionieren, dass man aus der Hauptblickrichtung ein Pflanzen- oder Baumgesicht erkennen kann …

Und so wird alles, was je erschaffen wurde, von einer Intelligenz erschaffen – ob wir diese nun kennen oder nicht – das ist eine unwiderlegbare Tatsache, die insbesondere in uralten vedischen Überlieferungen begründet wird. Aber um zu erschaffen, braucht es Energien bzw. Kräfte, die sich in bestimmten Zuständen und Formen zeigen – eben auch Gesichtern …

Ich beschäftige mich schon lange mit den o.g. vedischen Überlieferungen (siehe hier), die insbesondere im Hinduismus, aber auch im daraus hervorgegangenen Buddhismus, gelebt werden. In allem sieht man (leider nicht im Buddhismus, es ist keine Religion) die Präsenz und das Wirken einer individuellen und einer höchsten Intelligenz – alle individuellen Intelligenzen (Seelen) sind Bestandteile der höchsten Intelligenz (Gott) und immer mit ihr verbunden. Diese Tatsache des individuellen und gleichzeitig Eins-Seins mit allem wird in der vedischen Kultur immer hoch gewürdigt – keiner ist wirklich vom Anderen abgetrennt, so wie die rechte und die linke Hand zum gleichen Körper gehören …

Und diese Gemeinsamkeit kann in Zurückgezogenheit (z.B. Meditationen) überprüft oder gemeinsam (z.B. in Konzerten) wahrgenommen werden, auch wenn es Einem nicht immer sofort klar ist. In der vedischen oder indischen Kultur gibt es u.a. das gemeinsame Singen (Kirtan) zur Verehrung der höchsten Intelligenz, mit der wir alle über unserer Herzen verbunden sind, und in der westlichen Kultur große Konzerte mit hierfür besonders geeigneter Musik – Gott hat verschiedene Gesichter (Formen) und kann sich daher so oder so zeigen …

Unbestreitbar gibt es also Musikrichtungen, die sich dafür besonders eignen, wie z.B. psychedelische Musik, Dance, Trip-Hop, Trance und andere. Welche Wirkungen solche Musik auf uns gemeinsam hat, kann man z.B. in Konzerten der britischen Gruppe Faithless („Gesichtslos“) sehen – aber erlebt es nun selbst:

   

Musikstudio 2025

Ja, es ist schon einige Zeit her, als ich mal etwas über meine musikalischen Ambitionen berichtet habe. Und seit dem bin ich leider immer noch nicht zum Profi geworden, denn als Generalist interessieren und beschäftigen mich einfach zu viele andere Dinge, als dass ich in diesem Leben noch zu einem Musik-Spezialisten (Profi) werden könnte. Doch warum mache ich überhaupt Musik … ?

Als Schüler der 6. Klasse schenkten mir meine Eltern ein WELTMEISTER-Akkordeon mit 96 Bässen, und das war nicht gerade billig (auch heute nicht). Und ich übte also bis zu dem Alter, in dem man sich für Chanty’s, Rheinländer, Tangos und Volksmusik überhaupt nicht mehr interessierte, sondern für The Doors, Procol Harum und andere Gruppen mit elektronischen Orgel-Sounds. Ich wollte also gerne auf Orgel rüberspringen, aber der von mir auserwählte Musiklehrer entschied sich, bei Kuddel & Hein Chanty’s zu spielen und ich begann mit einer Lehrausbildung als Maschinenbauer …

Danach der „übliche“ Weg: NVA, Studium, Familie, berufliche Etablierung, Selbstständigkeit – die Musik blieb insofern auf der Strecke, als dass zwischenzeitlich mein teures Akkordeon verstaubte. Und dennoch – ich lernte einen Jazz-Musiker kennen, dessen Konzerte ich oft besuchte und bei dem meine Finger unbemerkt immer mitzuckten. Und um’s abzukürzen – wir legten uns in 2012 ein Stage-Piano zu und ich nahm nach gut 40 Jahren bei einem hier weithin bekannten Glockenspieler und Organisten den Klavierunterricht auf.

Und „leider“ ist mein Klavierlehrer Klassiker, so dass er mich in die Musik von The Doors, Procol Harum & Co. nicht einführen kann, aber bei ihm erlerne ich (bis heute) über Bach & Co. das Handwerk. Zwischenzeitlich haben wir auch unseren Instrumenten-Fundus um einen Synthesizer und eine Orgel erweitert und diese Geräte mit einem PC und einem Tablet für Aufzeichnungen und Nachbearbeitungen gekoppelt:

Neben diesen Keyboards verfügen wir immer noch über das Akkordeon, eine Gitarre, eine Tanpura mit Swarmandal und mehrere Harps. Das „Studio“ ist also schon ganz gut eingerichtet und kleinere Experimente mit dem automatisierten Notenschreiben unter MuseScore und dem Mixen unter Ardour, Renoise und Rosegarden sind mir auch schon gelungen – hätte ich dafür einfach doch noch etwas mehr Zeit, aber leider schränken mich manchmal einige Tagesaufgaben zu sehr ein … 😒

Neben Barock-Musik (Bach, Händel, Vivaldi, Soler …) interessiert mich also auch elektronische Musik, darunter die „Ambiente“, „New-Age“ und „Post-Industrial“ genannten psychedelisch wirkenden Genres – hier zwei längere Beispiele mit TANGERINE DREAM und THE YOUNG GODS:

Und hier noch was sehr Ausgefallenes – eigentlich sogar mein Beweggrund für’s Klavierspielen überhaupt …