Sound-Projekte – Neuanfang

Für mich so ganz nebenbei und dann aber völlig überraschend hat der Hersteller der Digitalen Audio Workstation (DAW) AMPIFY-Studio über den Jahreswechsel die Weiterentwicklung und Unterstützung ihrer unter WINDOWS gelaufenen Software eingestellt. Um AMPIFY-Sounds überhaupt nutzen zu können, bedurfte es eines monatlichen Abo’s, das damit aber auch automatisch auslief. Dennoch – ich kam mit AMPIFY sehr gut zurecht und stand nun vor dem Problem, mir einen unkomplizierten und dennoch leistungsfähigen Ersatz zu beschaffen. AMPIFY war ursprünglich immer für IOS-Plattformen erschaffen worden und der Hersteller hat sich nun wieder nur darauf ausgerichtet. Sollte ich mir deshalb extra noch Apple-Hardware (PC’s, Tablets, Smartphones) zulegen, wo ich doch schon über adäquate und kostengünstigere LINUX-Systeme und sogar ein darin eingebettetes WINDOWS verfüge … ?

Ich bin also noch einmal alle mir bereits z.V. stehenden Möglichkeiten (bereits installierte DAW’s) durchgegangen und habe nach weiteren Alternativen und Ergänzungen gesucht. Letztlich habe ich dann die kostenlose DAW WAVEFORM und darüber hinaus den Kauf der DAW BITWIG entschieden, welche dem bereits unter WINDOWS installierten ABLETON Life und dem AMPIFY-Studio am nächsten kam. Und gerade deshalb kam ich auch schnell damit zurecht. Hier nun meine ersten „Produktionen“ unter BITWIG:

 

 
Und damit ist es nun nicht mehr so weit, mit meinen Controllern (Tasteninstrumenten) eigene Sounds einzuspielen und zu arrangieren … 

Weitere Sound-Projekte

 

Meinem ursprünglichen Ziel, über meine Keyboards (Piano, Synthesizer, Orgel) eigene Sounds zu kreieren und dann miteinander zu arrangieren, bin ich zwischenzeitlich schon etwas näher gekommen, was sich leider in den folgenden Projekten noch nicht widerspiegelt konnte, denn ich musste mich erst einmal wieder der Vervollkommnung meines klassischen Klavierspiels widmen – zur Zeit steht hier nämlich ein Barock-Stück von Johann Gottfried Walther auf der Tagesordnung …

 

 

 

Bei den verwendeten Sound-Schnipseln handelt es sich bisher weiterhin nur um von AMPIFY produzierte und (aus Urheberrechtsgründen) kostenpflichtig bereitgestellte Sounds und sogar Clips, die ich dann selber weiter bearbeitet und über mehrere Channels (= Spuren) arrangiert habe.

Modern Maha Mantra & Making off

Man weiß von mir, dass ich Gott-verbunden bin – nicht im Sinne einer abrahamitischen Religion, sondern im vedischen: Ich folge dem Hinduismus, der nicht (wie fälschlicherweise angenommen) viele Götter verehrt, sondern Gottes verschiedenste personifizierten Aspekte, denn Gott ist absolut und daher auch unendlich vielseitig. Die Hindus verehren zumeist die Aspekte Shiva (den Zerstörer) oder Vishnu (den Erhalter), kaum jedoch Brahma (den Erschaffer), allesamt jedoch Krishna (den Alles Anziehenden). Für die Verehrung werden unter anderem Mantras herangezogen, und neben dem OM ist das (bzw. der) Maha-Mantra das bedeutendste – nahezu Jeder hat es schon einmal gehört: „Hare Krishna, Hare Krishna, Krishna Krishna, Hare Hare – Hare Rama, Hare Rama, Rama Rama, Hare Hare“.

Mantras können laut oder leise gesprochen oder gesungen werden – man nennt das Chanten oder Kirtan. Die Mantra-Rezitation ist im Gesang oftmals lieblich, im Sprechen hingegen zumeist trocken und manchmal dennoch mit Ansätzen zum Sprechgesang. Man kann die eine Form mögen, die andere weniger, und für westliche Ohren ist die indische Musik etwas gewöhnungsbedürftig, zuweilen sogar unangenehm. Da nun Gott (Krishna) absolut und unendlich vielfältig ist, sind alle Menschen als seine Geschöpfe in seinem Ebenbild ebenfalls unendlich vielfältig, und mich selber drängte es schon seit geraumer Zeit, das (den) Maha-Mantra auf eine sehr moderne und von den bisherigen Formen doch sehr unterscheidenden Art zu interpretieren – Anlass hierfür waren die wenig synchronen und manchmal auch in Sprechgesang übergehenden Rezitationen unter dem YOUTUBE-Kanal VEDAVOX, den ich oft verfolge – Paramshreya möge mir meine Direktheit verzeihen …

Da ich nun moderne elektronische Musik sehr mag, lag es jetzt nahe, sich an einer entsprechenden Vertonung des Maha-Mantra mit Sprechgesang zu versuchen, und das ist dabei herausgekommen:


Konzept & Making off

Jeder Hindu kennt das Volksepos Mahabharat und die heilige Schrift Bhagavad-Gita. Hierin geht es um die Schlacht von Kurukshetra, an der Gott in seiner Inkarnation als Krishna direkt beteiligt ist. In frühen Zeiten waren unter anderem Reiterhorden an den Feldschlachten beteiligt, und somit wurde Pferdegetrappel zum ersten Element des o.a. Mantras – Ajurna als erfolgreicher Krieger und Krishna als sein Wagenlenker rasen heran. Ihre Ankunft wird mit einem Muschelhorn verkündet, dem zweiten Element des Mantras. Um die Ankunft Gottes (Krishnas) in unsere Gegenwart weiter zu verdeutlichen, spricht als drittes Mantra-Element eine weibliche Stimme: „Joy to the world – The Lord is come“ – übrigens ein von Georg Friedrich Händel vertontes und im angelsächsichen Raum weithin bekanntes Weihnachtslied. Das vierte Mantra-Element ist dann das (der) von einer weiblichen und einer männlichen Stimme im Wechsel und auch gemeinsam rezitierte Maha-Mantra

Die gesamte Vertonung wurde mit ausgewählten und von AMPIFY produzierten Sound-Elementen unterlegt. Das ca. 12-sekündige Pferdegetrappel habe ich von Sound-Illusion bezogen, das 3-fache Muschelhorn von PIXABAY-Sounds und die Stimmen über Text to speech online halbautomatisch generieren lassen.

Das (der) modern interpretierte Maha-Mantra ist mittlerweile mit kontroversen Empfindungen angekommen – genau so kontrovers oder (besser gesagt:) vielseitig, wie Gott (Krishna) in seiner Absolutheit selber auch ist – und so war es ursprünglich auch beabsichtigt – Hare Krishna

Erste Sound-Projekte

Ich hatte mir vor nicht allzu langer Zeit ein NOVATION Launchpad X zugelegt, um mein kleines Musikstudio weiter auszubauen, dabei zwei wunderbare DAW’s mitgeliefert bekommen und etwas später auch geupgradet: AMPIFY Studio und ABLETON Live. Nach einigen Experimenten sind mir nun erste Performances (= Arrangements) aus mehreren verschieden Sound-Schnipseln *) gelungen, die ich hier einmal vorstellen möchte:

 

 

 

 

 

*) Bei den Sound-Schnipseln handelt es sich bisher nur um von AMPIFY produzierte und (aus Urheberrechtsgründen) kostenpflichtig bereitgestellte Sounds und sogar Clips, die ich dann selber weiter bearbeitet und über mehrere Channels (= Spuren) arrangiert habe. Hierbei müssen insbesondere die Tonarten, Notenwerte, Tempos, Einsätze u.a.m. berücksichtigt werden, um untereinander stimmig zu wirken. Mein ursprüngliches Ziel besteht jedoch darin, über meine Keyboards (Piano, Synthesizer, Orgel) eigene Sounds zu kreieren und dann miteinander zu arrangieren, wozu auch meine Musikinstrumente als sogenannte Controller in die o.g. DAW’s eingebunden werden müssen – aber das ist bei mir noch in Arbeit …

Gesichtslos ?

Gibt es etwas ohne Gesicht oder können wir es nur nicht erkennen ? Haben ein Stein oder ein Berg, ein Bach oder ein Fluss, eine Pflanze oder ein Wald, eine Schraube oder eine Maschine ein Gesicht ? Gärtner sagen, dass sie, wenn sie einen neuen Baum oder Busch einpflanzen, ihn so positionieren, dass man aus der Hauptblickrichtung ein Pflanzen- oder Baumgesicht erkennen kann …

Und so wird alles, was je erschaffen wurde, von einer Intelligenz erschaffen – ob wir diese nun kennen oder nicht – das ist eine unwiderlegbare Tatsache, die insbesondere in uralten vedischen Überlieferungen begründet wird. Aber um zu erschaffen, braucht es Energien bzw. Kräfte, die sich in bestimmten Zuständen und Formen zeigen – eben auch Gesichtern …

Ich beschäftige mich schon lange mit den o.g. vedischen Überlieferungen (siehe hier), die insbesondere im Hinduismus, aber auch im daraus hervorgegangenen Buddhismus, gelebt werden. In allem sieht man (leider nicht im Buddhismus, es ist keine Religion) die Präsenz und das Wirken einer individuellen und einer höchsten Intelligenz – alle individuellen Intelligenzen (Seelen) sind Bestandteile der höchsten Intelligenz (Gott) und immer mit ihr verbunden. Diese Tatsache des individuellen und gleichzeitig Eins-Seins mit allem wird in der vedischen Kultur immer hoch gewürdigt – keiner ist wirklich vom Anderen abgetrennt, so wie die rechte und die linke Hand zum gleichen Körper gehören …

Und diese Gemeinsamkeit kann in Zurückgezogenheit (z.B. Meditationen) überprüft oder gemeinsam (z.B. in Konzerten) wahrgenommen werden, auch wenn es Einem nicht immer sofort klar ist. In der vedischen oder indischen Kultur gibt es u.a. das gemeinsame Singen (Kirtan) zur Verehrung der höchsten Intelligenz, mit der wir alle über unserer Herzen verbunden sind, und in der westlichen Kultur große Konzerte mit hierfür besonders geeigneter Musik – Gott hat verschiedene Gesichter (Formen) und kann sich daher so oder so zeigen …

Unbestreitbar gibt es also Musikrichtungen, die sich dafür besonders eignen, wie z.B. psychedelische Musik, Dance, Trip-Hop, Trance und andere. Welche Wirkungen solche Musik auf uns gemeinsam hat, kann man z.B. in Konzerten der britischen Gruppe Faithless („Gesichtslos“) sehen – aber erlebt es nun selbst: