ENZO – OTELLUS Nachfolger

Schweren Herzens mussten wir OTELLU, der sich uns langsam immer mehr angenähert hatte und den wir wegen seiner Besonderheiten so sehr liebten, im Mai 2025 Flügel verleihen, und es war überhaupt nicht klar, ob wir noch einmal einen Zweithund zu uns nehmen würden – die Trauer, ein Gefühl des Verrats, die neuen Herausforderungen und Einschränkungen und viele andere Gedanken gingen uns durch den Kopf. Dann machten wir erste Versuche, einen Nachfolger zu finden, wurden jedoch mehrmals von den angesprochenen (uns bisher unbekannten) Pflegestellen mit nicht immer nachvollziehbaren Begründungen, die ich hier nicht ausbreiten möchte, zurückgewiesen. Favorisiert hatte ich ohnehin schon die Pflegestelle in Ribnitz-Damgarten, von der wir uns vor gut 5-1/2 Jahren OTELLU geholt haben, und wir hatten mit dieser Pflegestelle über all die Jahre auch einen guten Kontakt gehalten …

Eines Tages dann wurde dort über FACEBOOK ein Hund vorgestellt, der von den Haltern bereits 2 x zurückgegeben worden war, weil es mit ihm wohl Mißverständnisse gab. Nun – dieser Hund war offensichtlich nicht für unerfahrene Hundehalter geeignet, aber in der Pflegestelle zeigte er sich über die dort verbrachten Jahre als völlig unkompliziert und umgänglich. Wir erfuhren also von seiner Vorgeschichte und entschieden uns dennoch für ihn, denn mit OTELLU mussten wir anfangs auch noch einige neue Erfahrungen machen, für die wir im Nachhinein sehr dankbar sind und die uns bei der Eingewöhnung des neuen Hundes sehr helfen würden …

Wir fuhren dann Ende Juni 2025 zur Pflegestelle in Ribnitz-Damgarten, nahmen dabei MAXI mit und schauten, ob der Hund zu uns passen würde – und es passte auf Anhieb. Und nun ging mit den Formalitäten (Ablösung, Übernahmevertrag usw.) alles recht schnell und am 28.06.2025 holten wir den fast 8-jährigen Canaan-Dog-Rüden ENZO zu uns:

Jetzt ist also ENZO bei uns und testet auch schon mal aus, in welchem Rahmen er sich bei uns einfügen bzw. bewegen kann. Er hat noch ein paar kleine „Macken“ (z.B. zeigt er Territorialverhalten und mag Männer nicht besonders), aber genau diese kannten wir von OTELLU anfangs auch und waren damals bald überwunden. ENZO gehört nach unseren Recherchen und mit Bestätigung der o.g. Pflegestelle vermutlich zur Rasse der Kanaan-Hunde (bzw. Canaan-Dogs), und diese sind was ganz Besonderes, wie man diversen Veröffentlichungen entnehmen kann. Na dann schauen wir mal …

OTELLU – unser Zweithund

Bereits seit Mitte September 2019 befassten wir uns intensiv damit, einen zweiten Hund in unsere Familie mit aufzunehmen, damit unsere MAXI einen adäquaten Gefährten hat – über ProDogRomania wurden wir dann auch mit dem ca. 6-jährigen OTELLU fündig. Er ist ein in Rumänien aufgegriffener und recht ruhiger (Kurzhaar-) Border-Collie-Rüde:

Bis Mitte Januar 2020 befand er sich wegen einer etwas aufwändigen medizinischen Behandlung noch auf einer Pflegestation in Ribnitz-Damgarten, und damit wir uns ganz entspannt aneinander gewöhnen, fuhren wir jeden Sonntag zu ihm und gingen gemeinsam spazieren. Nun ist er seit dem 17.01.2020 endlich auch bei uns zu Hause eingezogen.

Zwischen MAXI und ihm gab’s anfangs noch Einiges zu klären, denn er ist etwas futtergierig, wohingegen bei MAXI etwas Eifersucht aufgekommen war. Sie war bis dahin immer unsere „Prinzessin“ gewesen, während dessen er in seiner Prägephase auf der Strasse in Rumänien zunächst um’s Überleben kämpfen musste. Mittlerweile kommen Beide aber gut miteinander aus und wir können sie getrost auch mal für 2-3 Stunden alleine lassen – tun’s nur nicht gerne und würden sie am liebsten immer mit bei uns haben.

Anhand seines EU-Heimtierausweises konnte ich nachverfolgen, wo er in Rumänien zuvor gelebt hatte, und das war für uns sehr aufschlussreich: OTELLU kommt aus Baîle Herculane (Herculesbad) in Südwest-Rumänien, einer an sich sehr schönen Gegend mit auch sehr engagierten Tierschützern

Videos:
(1) Im Shelter Baile Herculane (vermutlich in Minute 6:00 oder 8:45)
(2) Kurz vor der Ausreise (23.08.2019)
(3) Beim Spielen mit zwei Welpen (25.08.2019)

Trauriger Nachtrag

Am 26.05.2025 (†) mussten wir OTELLU schweren Herzens gehen lassen – er hatte bereits viele gesundheitliche Gebrechen (aus Rumänien mitgebracht), aber am schlimmsten waren seine Gelenkbeschwerden und seine zugenommen Standunsicherheit. In der Nacht ist er mit lautem Geschrei aufgewacht, irrte kreisend umher, erbrach und entleerte sich und legte sich nach 2 Stunden übermüdet müde hin – vermutlich hatte er einen Schlaganfall. Und danach kam er nie wieder hoch, krampfte und befand sich in einem mehrstündigen erschrecklichen Todeskampf – der frühmorgens angeforderte mobile Tierarzt musste ihn am Vormittag leider erlösen. Wir vermissen OTELLU so sehr …

MAXI – unsere Cocker-Spaniel-Hündin

Wenn schon einmal Hunde, dann immer Hunde – das ist die überwiegende Meinung aller Hundehalter, und das können auch wir nur bestätigen. So schmerzhaft der Verlust unseres lieben PAULCHEN lange Zeit auch ist, so haben unsere Herzen doch recht schnell gefordert, uns für einen würdigen und liebevollen Nachfolger zu interessieren: In einem meditativen ernsthaften Gespräch mit Krishna (Gott) zeigte sich mir in inneren Bildern plötzlich ein kleines Rudel verschiedenster Hunde, das dann alle Köpfe in meine Richtung zusammensteckte und aus deren Mitte mich ein brauner Wuschel anschaute …

Die Gelegenheit ließ nicht lange auf sich warten: Wir hatten bereits zwei zurückhaltende kleine Hunde aus einem Gnadenhof bei Schwaan in die engere Wahl gezogen, als uns eine entfernte Bekannte aus dem Tierheim Rostock-Schlage einen Schnauzer anbot, der dringendst ein neues Zuhause brauchte – wir fuhren dann auch gleich mal hin. Aber der Hund war uns dann doch etwas zu groß und lebendig, so dass wir uns vor Ort weiter umschauten, und dort fanden wir diesen braunen Wuschel, dem ich zuvor in meinem Innern schon einmal begegnet war – die 8-jährige Cocker-Spaniel-Hündin MAXI:


MAXI
ist nun seit dem 24.10.2018 bei uns, etwas größer, schwerer und weitaus lebendiger als unser PAULCHEN, nicht nur ihres Alters wegen, sondern es liegt in ihrer Natur (Rasse). Cocker-Spaniel gehören zu den ältesten und intelligentesten Hunderassen überhaupt, soweit wir das aus dem Internet erfuhren, und sie müssen auch viel Auslauf haben und gut beschäftigt werden – würden wir das leisten können und auch wollen … ?

Obwohl ihr älteres Herrchen erst einige Wochen zuvor verstorben war, hat’s MAXI uns leicht gemacht – sie ist überaus liebenswert, aufmerksam, gelehrig und kann mit allen Menschen und Tieren problemlos umgehen, also Alles bestens. Und uns selber tun ein endlich wieder durchgehender nächtlicher Schlaf sowie mehr Bewegung in der Natur auch sehr gut. Hier einige Bilder unserer ersten Ausflüge mit MAXI:

   


Trauriger Nachtrag

MAXI ist am 26.07.2026 um 16:20 Uhr in der Rostocker Tierklinik (Notbesuch) eingeschlafen – sie wurde einen Monat zuvor 16 Jahre alt. Aber es ging ihr schon lange nicht mehr gut und es schien keine Aussicht mehr auf eine Besserung: Schon lange hatte sie aufgrund sehr enger und verwinkelter Gehörgänge erhebliche Innenohrprobleme und auch die Augen waren stets entzündet. Durch längerzeitige Kortisongaben, in deren Folge sie an Gewicht zunahm, ließen sich die Entzündungen etwas zurückdrängen, aber die wirkliche Ursache waren schwer zu bändige Bakterien, die dann nach ihrer Entdeckung zielgerichtet bekämpft werden und das Kortison abgesetzt werden konnten …

Langsam ließen dann alle Sinne nach, vermutlich hatte sie auch einen unentdeckten Schlaganfall, weil sie sich beim Gehen immer in größeren Bögen zu drehen versuchte, das Interesse an der Umwelt ließ immer mehr nach, sie fraß und trank zwar gut, aber den Urin und den Kot konnte sie nicht mehr halten – die Wohnung wurde oft verunreinigt und wir benötigten dann viele Hundewindeln. Ich möchte den körperlichen Abbau nicht weiter schildern – ich vermisse unser „Goldköpfchen“ (sie hatte einen goldenen Schopf) so sehr und bin traurig, ihr nicht mehr habe helfen können …

Trauer …

Oh Herr, oh Krishna,

ich habe erst zu Paulchen’s Zeiten zu Dir gefunden,

ich habe erst durch Paulchen Dich zu lieben gelernt,

ich konnte Dich direkt nicht lieben und verstehen,

ich konnte nur durch Paulchen Dich lieben,

ich konnte nur durch Paulchen Dich verstehen,

und nun hast Du ihn mir wieder genommen,

Du hast all meine Bitten und mein Flehen nicht erhört,

Du, der doch so allgütig, allwissend und allmächtig sein sollst,

hast mich völlig ignoriert wie ein belangloses Staubkorn

unter unendlich vielen Staubkörnern unter Deinen Füßen,

und nun ist mein geliebtes Paulchen nicht mehr da,

und damit hast Du selber die Bindung zu Dir abgetrennt,

über die ich Dich lieben und erkennen konnte.

Ich bin leider nur ein (materiell) bedingtes Lebewesen,

das Dich mal über die Materie erkennen und lieben konnte,

und nun macht für mich alles keine Sinn mehr …

… oh Herr, oh Krishna !

*) Paulchen

PAULCHEN – unser Cairn-Terrier-Mischling

Unser PAULCHEN hatten wir am 15.08.2012 als „Oskar“ aus dem (damaligen) Rostocker Tierheim geholt, nur wenige Tage nach BIENE’s Ableben. Ich selber war eigentlich überhaupt noch nicht so weit, mich auf einen neuen Hund einzulassen, aber Sabine ließ irgendwie nicht locker und in einem Traum in jenen Tagen hatte ich das kleine Kerlchen schon gesehen – wenn überhaupt, dann nur dieser bzw. ein solcher. PAULCHEN war ebenfalls ein Findling, den man ca. 4 Wochen zuvor vor dem Tierheim aufgegriffen hatte, und er war schätzungsweise schon 12 Jahre alt …

Als ich ihn sah, stand gleich fest, dass er ab sofort zu uns gehören sollte, aber ich selber war mir nicht sicher, ob ich mit meiner noch geringen Hundeerfahrung sowie nach BIENE’s kürzlichem Tod so schnell eine Beziehung zu einem Rüden aufbauen konnte, doch er hatte mich sehr schnell eines Besseren belehrt und ich war so glücklich, dass er nun bei uns war – wer dieses liebe Kerlchen einmal gesehen hat, kann nicht verstehen, wie er überhaupt in ein Tierheim gelangen konnte (man hatte ihn angeblich ausgesetzt) – PAULCHEN war uns sofort ans Herz gewachsen:

Trauriger Nachtrag

Unser PAULCHEN litt seit vermutlich 2016 an einer zunehmenden Nierenschwäche, die wir sehr lange nicht richtig erkannt hatten. Er hatte manchmal epileptische Anfälle, erbrach sich dabei und verlor völlig seinen Tonus, so dass er vor unseren Augen scheinbar starb. Ich riss ihn dann hoch, er kam zu sich und verbellte 2-3 Stunden lang die gesamte Umwelt, während dessen er aufgeregt umher lief. Später bekam er grauen Star, einen gekrümmten Rücken, wurde auf den Hinterläufen instabil und auch noch inkontinent. Wir versuchten nahezu Alles, was uns selber über die Naturheilkunde z.V. stand, aber wir hatten nicht wirklich mehr eine Chance – PAULCHEN ist am 19.10.2018 (†) um 12:30 Uhr eingeschlafen – er ist mehr als 18 Jahre alt geworden – wir vermissen ihn nun so sehr – sein Verlust ist für uns außerordentlich schmerzhaft …