Eine Sufi-Weisheit …

Der, der nicht weiß, und nicht weiß, dass er nichts weiß, …
… ist ein Narr – meide ihn.

Der, der nicht weiß, und weiß, dass er nichts weiß, …
… ist ein Kind – lehre ihn.

Der, der weiß, und nicht weiß, dass er weiß, …
… schläft – erwecke ihn.

Doch der, der weiß, und weiß, dass er weiß, …
… ist ein Weiser – folge ihm.

(nach Rumi)

 
 
 
 
 
 
 
 

Selbstwert, Freie Energie und Wilhelm Reich

Die meisten Menschen regen sich ständig darüber auf, dass Jene, an die sie über „demokratische Wahlen“ die Verantwortung für ihre eigenen Lebensumstände abgegeben haben, ihre Erwartungen nicht erfüllen. Wenn sie hingegen in ein Geschäft gehen, um ein neues Fernsehgerät zu kaufen, und sich von den Verkäufern nicht ernst genommen oder benachteiligt fühlen, kommt es einfach nicht zum Kauf eines neuen Gerätes. Warum also sind diese Menschen gegenüber den einschlägigen Politikern nicht ebenso konsequent, da sie bereits immer wieder die leidige Erfahrung machen mussten, dass Wahlversprechen das Eine, Taten jedoch das Andere sind ?

Es gibt allerdings auch Menschen, die ihr Leben völlig eigenverantwortlich selber in die Hand nehmen, sich den Dummheiten und Betrügereien Fremder nicht aussetzen bzw. beugen. Es sind zumeist auch wirtschaftlich Selbstständige (Unternehmer), Freigeister, Wahlverweigerer u.a.m.. Was unterscheidet sie von der dumpfen Masse, die sich einer trügerischen Maschinerie unterwerfen ?

Wilhelm Reich hatte sich in jungen Jahren in Deutschland mit genau dieser Thematik intensiv befasst, bevor er in den USA mit „freier Energie“ (Orgon, Prana, Chi usw.) experimentierte und diese zur Heilung von Krankheiten bei Mensch und Natur einsetzte. Eine solche „Freiheit“ jedoch erweckte einen tiefen Argwohn bei der dortigen Pharma-Industrie, die ihn mit höchster politischer Unterstützung auszuschalten versuchte. Folgende Doku umreißt noch einmal das Leben und Wirken des genialen Forschers Wilhelm Reich:

Have a lot of fun – American Football

Mancher mag’s gerade bei mir kaum glauben, aber American Football war für mich schon immer DIE Sportart, die mich am meisten anzog – zu DDR-Zeiten nicht erreichbar, aber bereits Anfang der 1990-er Jahre kaufte ich mir einen Ball und übte gemeinsam mit meiner Frau Würfe, wo immer sich die Gelegenheit bot. Und an neugierigen Zuschauern mangelt es uns damals nicht. Um selber in einer Mannschaft mitzuspielen, war ich allerdings bereits zu „alt“, und in Rostock begann sich mit den damaligen BALTIC BLUE STARS erst eine entsprechende Szene zaghaft zu entwickeln. Aus dieser Mannschaft entwickelten sich dann bis heute recht erfolgreich die ROSTOCK GRIFFINS …

Was ist an diesem Mannschaftssport eigentlich so faszinierend, der doch Uneingeweihten sehr rabiat und angesichts der langen Spieldauer von ca. 2 bis 2-1/2 Stunden eigentlich auch recht langweilig erscheint ? Nun – American Football ist eine ganz besonders ausgeprägte Mannschafts-Sportart, die nur in einem eingeschworenen Team ausgeübt werden kann. Jeder Spielzug wurde zuvor genau ausgeklüngelt und intensiv trainiert – von Chaos oder Improvisation auf dem Feld nahezu keine Spur. Der Sport fordert Athletik und Schnelligkeit, Geschicklichkeit und Intelligenz, Teamgeist, Fairness und Patriotismus … und wird nicht umsonst auch als „Schach auf dem Rasen“ genannt …

Und was American Football vom allgemeinen Fussball („Soccer“) noch wesentlich unterscheidet, sind für die Spieler ein sehr ausgeklügeltes Regelwerk und eine ganz andere Fan-Kultur, denn hier gilt grundsätzlich „Fans are Friends“, d.h. Entgleisungen, wie man sie beim allgemeinen Fussball leider immer wieder sieht, gibt es hier nahezu gar nicht – das wäre ganz einfach ehrenrührig …

Wer das Spiel an sich und die Regeln bisher noch nicht durchschaut hat, dem kann nun mit folgendem Video weitergeholfen werden:

Viele Wege führen zur Quelle – Sikh’s (BR-Doku 2018)

Am 04.02.2018 wurde im Bayrischen Fernsehen ein Beitrag über die Sikh’s ausgestrahlt, der zunehmend das Herz des Zuschauers erwärmt. Doch wer sind die Sikh’s und wie lassen sie sich mit den Vaishnava’s (z.B. „Hare-Krishna-People“) vergleichen ?

Der usprünglich aus Nordindien stammende Sikhismus betrachtet sich als völlig eigene und auch nicht dem Hinduismus zugehörige monotheistische Religion:

Zum Film hier: Ein Wochenende bei den Sikhs

Viele Wege führen zur Quelle, und das trifft auch für das Judentum, das Christentum, den Islam und alle weiteren echten Religionen zu, die vom egozentrischen Materialismus, dessen Daseinsberechtigung sich auf dem Atheismus stützt, noch nicht entstellt sind. Das Zentrum aller Schöpfungen ist der allmächtige, allwissende und allgütige Gott, der sich in sehr vielen Erscheinungsformen zeigt, aber nicht der kleine Mensch mit seinem beschränktem Verstand, Veranlagungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Das zu erkennen und sich diesem Umstand bedingungslos hinzugeben, ist das eigentliche Ziel aller Religionen …

 
 

7 Tage in der Sekte (NRD-Doku 2017)

„Ich hab‘ so’n klein wenig Sorge, dass Manche sich vor der Welt verschließen, statt sich der Welt zu stellen.“ – so zieht der junge NDR-Reporter Lars Kaufmann sein erstes Resumé nach ein paar Tagen Aufenthalt im „Simhachalam-Tempel“ in Jandelsbrunn (Niederbayern). Und wenn man die in der NDR-Doku aus dem Jahre 2017 gezeigten Bilder sieht, kann man das auch recht gut verstehen …

Ich vermisse hier leider eine grundlegende Einführung in das eigentliche Wesen der „Hare-Krishna-Bewegung“, die vor Ort entweder nicht stattgefunden hat oder dem Publikum einfach vorenthalten wird. Äußere Erscheinungen, wie z.B. die gezeigten Lebensweise und die Rituale, sagen darüber nämlich absolut nichts aus – sie sind lediglich Mittel zum Zweck für genau Jene, die sich immer schon zum Hinduismus als eine von vielen Religionen hingezogen fühlten – der Reporter Lars Kaufmann gehört nicht dazu, zumindest derzeit noch nicht …

Aber verstehen die meisten Menschen im Westen, insbesondere die Atheisten, denn die Lebensweisen und Rituale der Katholiken, der Juden oder der Muslime ? Ganz bestimmt auch nicht – doch Niemand beschreibt diese Religionen als Sekten, sie werden ganz im Gegenteil auch als Religionen anerkannt, auch wenn man ihnen nicht zu folgen bereit ist …

Die Befürchtung von Lars Kaufmann, dass sich die Anhänger der „Hare-Krishna-Bewegung“ vor der Welt, die uns umgibt, verschließen, ist jedoch überwiegend unbegründet – Ausnahmen bestätigen die Regel: In den vedischen Überlieferungen, die die Grundlage dieser Bewegung bilden, wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Klärung (Aufräumen) des Geistes zunächst notwendig ist, um einen besseren Überblick über sein individuelles und das gesamte Dasein zu gewinnen, denn das Leben um uns herum beschäftigt uns derart, dass wir aus der „Tretmühle“ nur schwer herauskommen, geschweige die Funktionalitäten dieser „Tretmühle“ überhaupt erkennen, lediglich eventuell erahnen …

Fortgeschrittene „Hare-Krishna-Jünger“ („Vaishnavas“) jedoch haben es schon geschafft, über eine Art (spirituelle) Leiter aus dem täglichen Getümmel herauszusteigen und jetzt von Oben darauf zu schauen – ihnen ist es vergönnt, die Verstrickungen, in denen sie selber sich zuvor auch einmal befunden haben, schnell zu erkennen und künftig zu vermeiden. Mit diesem neuen Blick ist es dann recht einfach, auch im Getümmel des Alltags ohne Blessuren und völlig entspannt zu bestehen – ohne Rückzug und Weltfremdheit. Der „Simhachalam-Tempel“, die Gemeinschaft unter Mönchen, besondere Lebensweisen und Rituale sind der Schutzmantel der Suchenden und Derer, die sich darin wohler fühlen als „da Draußen“ – aber es ist eigentlich nicht zwingend notwendig – so steht’s tatsächlich auch in den Veden geschrieben … 🙂

Die Pforten der Wahrnehmung

„If the doors of perception were cleansed every thing would appear to man as it is, infinite.“ (William Blake)

Übersetzung: „Würden die Pforten der Wahrnehmung gereinigt, erschiene den Menschen alles, wie es ist: (nämlich) unendlich“. Als sich im Juli 1965 die Musiker Jim Morrison und Ray Manzarek in Los Angeles trafen, um gemeinsam Musik zu machen, leiteten sie aus der o.a. Textpassage den Namen ihrer gemeinsamen Band The Doors ab. Diese Band prägte anfangs die Stilrichtung „Psychedelic Music“ und „Acid Music„, deren Wurzeln auch in den indischen „Rags“ zu finden sind, entscheidend mit …

Mit ausgewählter Musik und/oder Drogen kann man eine Bewusstseins-Erweiterung hervorrufen und sich auch aus den Wechselhaftigkeiten der (materiellen) Realität flüchten, so wie es schon die „Hippies“ in den 60-er Jahren versuchten. Den Weg in die wirkliche Befreiung zeigten damals jedoch die „Hare-Krishna-People“ auf, die fälschlicher Weise mit den „Hippies“ in einen Topf geworfen wurden. Ein befreiter „Hare-Krishna-People“ kann nicht mehr zu einem „Hippie“ werden, ein „Hippie“ jedoch immer noch ein „Hare-Krishna-People“ …

In sofern ist es nicht unbedingt verwerflich, auch mal über gewisse Irrwege „ein Licht am Ende des Tunnels der Befreiung“ erkennen zu können, zumal „Hippies“ und Leute, die sich „Psychedelic Music“ bzw. „Acid Music“ hingeben, in der Regel friedlicher sind als Konsumenten von dissonanter „Havy-Metal-Music“ – diese nämlich hat destruktive Auswirkungen auf die Zellfunktionen und -strukturen aller Lebewesen, wie bereits vor einiger Zeit wissenschaftlich nachgewiesen wurde …

Hier nun ein weltweit bekannter Titel von „The Doors“ – vorzugsweise mit geschlossenen Augen auf sich einwirken lassen und insbesondere den etwas längeren (psychedelischen) Part auf einer „Fender-Rhodes-Orgel“ geniessen …

Hare Krishna …, Hare Rama …

Die in den 1960-er Jahren von A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada in den USA gegründete „Hare-Krishna-Bewegung“ wurde oftmals fälschlich mit der damals auch aufgekommenen „Hippie-Bewegung“ in einen Topf geworfen und seit dem auch immer wieder mal leichthin als „Sekte“ diffamiert – leider auch von der „christlichen Kirche“. Doch worum geht es wirklich ? Die „Hare-Krishna-Bewegung“ verbreitet uraltes Welt-Wissen, das im Sanskrit als „Veda“ bezeichnet wird. Ein Bestandteil dieses Wissens sind unter anderem die ganzheitliche Gesundheitslehre und -Heilkunde „Ayurveda“, die Bau- und Wohnkultur „Vastu“ (in China „Feng-Shui“ genannt) sowie die Hochwissenschaft Astrologie „Jyotisch“. Schwerpunkt bei der Vermittlung des „Veda“ ist jedoch die Vermittlung des Zusammenhangs von Körper, Geist und Seele sowie der Beziehung des individuellen Lebewesens (Mensch, Tier, Pflanze) zur Gesamtschöpfung und zum Schöpfer (Gott bzw. „Krishna“) selber.

Im Folgenden nun ein aufschlussreiches Interview, das einen kleinen Einblick hinter die Kulissen der „Hare-Krishna-Bewegung“ gewährt:

Niedergang und Tod der Despoten

Als die königliche Dynastie unter dem Einfluß der materiellen Erscheinungsweisen der Leidenschaft und Unwissenheit übermäßig stolz und gott­los wurde und die von den brahmanas erlassenen Gesetze nicht mehr beachtete, tötete „Parasurama“ sie. Obwohl ihr Vergehen nicht sehr schwerwiegend war, tötete er sie, um die auf der Welt lastende Bürde zu verringern.

E R L Ä U T E R U N G :

Die ksatriyas, die herrschende Klasse, müssen die Welt im Einklang mit den von den großen brahmanas und heiligen Persönlichkeiten festgelegten Regeln und Richt­linien regieren. Sobald die herrschende Klasse verantwortungslos wird und die reli­giösen Prinzipien nicht beachtet, wird sie zu einer Last für die Welt. Wie es hier heißt …, wird die herrschende Klasse zu einer Bürde für die Welt, wenn sie unter den Einfluß der niedrigen Erscheinungs­weisen der Natur, nämlich Unwissenheit und Leidenschaft, gerät. Sie muß in die­sem Fall von höherer Macht vernichtet werden.

Aus der Geschichte der Neuzeit können wir ersehen , daß die monarchische Staatsform in verschiedenen Ländern durch eine Revolution abgeschafft wurde, doch unglücklicherweise sind nach dem Sturz der Monarchien dritt- und viertklassige Männer an die Herrschaft gelangt. Ob­wohl die Monarchien, die von den Erscheinungsweisen der Leidenschaft und Un­wissenheit überwältigt waren, auf der ganzen Welt abgeschafft worden sind, fühlen sich die Bewohner der Welt immer noch unglücklich. Das läßt sich darauf zurück­führen, daß an die Stelle der früheren Monarchen, deren Eigenschaften aufgrund des Einflusses von Unwissenheit schlecht waren, Männer aus der Kaufmanns- und Arbeiterklasse getreten sind, die sogar noch schlechtere Eigenschaften haben.

Wenn die Regierung von brahmanas oder gottesbewußten Menschen geführt wird, dann kann das Volk wahrhaft glücklich werden. Aus diesem Grund haben die brahmanas früher einmal die Angehörigen der herrschenden Klasse unter der Führung eines solch kriegerischen brahmana wie „Parasurama“ einundzwanzigmal hintereinander getötet, als diese Klasse unter dem Einfluß von Leidenschaft und Unwissenheit de­kadent geworden war.

Wie es im Srimad-Bhagavatam (12.2.13) heißt …, werden die Angehörigen der herrschenden Klasse (rajanya) im Kali-yuga nicht besser als Plünderer (dasyus) sein, denn die dritt- und viertklassigen Menschen werden die Re­gierungsgewalt für sich allein beanspruchen. Sie werden sich um die religiösen Grundsätze und die brahmanischen Regeln und Richtlinien nicht kümmern, son­dern viel mehr versuchen, die Bürger rücksichtslos auszurauben …

An einer anderen Stelle des Srimad-Bhiigavatam (12.1.40) heißt es: Von Leidenschaft (rajas) und Unwissenheit (tamas) beeinflußte, unsaubere Menschen (mlecchas), die die ordnungsgemäße Erfüllung menschlicher Pflichten vernachlässigen und sich als Mitglieder der Regierung ausgeben (rajanya-rupinah), werden die Bürger verschlingen … . 

An einer weiteren Stelle im Srimad-Bhagavatam (12.2.7-8 ) heißt es: Die menschliche Gesellschaft teilt sich von Natur aus in vier Klassen …

Wenn dieses System jedoch vernachlässigt wird und die Eigenschaften und Klassen der Gesellschaft nicht mehr berücksichtigt werden, hat das zur Folge, daß das sogenannte Kastensystem, die Einteilung der Gesellschaft in brahmanas, ksatrriyas, vaisyas und sudras, sinnlos ist. Dies führt dazu, daß irgendein dahergelaufenener Mensch, der irgendwie an die Macht kommt, König oder Präsident wird, und in der Folge wird den prajtis, den Bürgern, das Leben dermaßen schwer gemacht, daß sie Haus und Hof verlassen und in den Wald ziehen müssen …, um nicht länger von erbar­mungslosen Regierungsbeamten geplagt zu werden, die sich die Praktiken von Plünderern zueigen gemacht haben. Deshalb müssen die prajtis, die Bürger im allgemei­nen, bei der Bewegung für Krishna-Bewußtsein, der Hare-Krishna-Bewegung, Schutz suchen, denn sie ist die Klanginkarnation der Höchsten Persönlichkeit Gottes, Krishna. Die Höchste Persönlichkeit Gottes ist nun in Form Seines Heiligen Namens als Inkarnation erschienen. Deshalb können die prajtis, wenn sie Krishna-bewußt werden, eine gute Regierung und eine gute Gesellschaft erwarten sowie ein vollkommenes Leben und Befreiung von der Fessel des materiellen Daseins.

Quelle (der o.a. Text wurde unverändert übernommen): 
Srimad-Bhagavatam (in der Fassung von Srila Prabhupada), Neunter Canto, Kapitel 15, Vers 15

Anmerkungen:
Die o.g. vier Klassen (Kasten) ergeben sich NICHT von Geburt aus (die Zugehörigkeit ist also KEIN Geburtsrecht), NICHT aus sozialen bzw. Einkommensschichten und auch NICHT aus irgendwelchem rationalen bzw. intellektuellen Bildungsstand heraus, sondern AUSSCHLIEßLICH aus dem spirituellen Entwicklungsstand des jeweiligen Menschen. Je tiefer bei den einzelnen Menschen noch die Auffassung verwurzelt ist, man könne durch die Beherrschung jeglicher materieller Erscheinungsformen (Dinge, Umstände, Prozesse usw.) das Glück erzwingen und jegliches Leid vermeiden, desto geringer ist noch das spirituelle Bewusstsein entwickelt und je niedriger ist daher auch die Kasten-Zugehörigkeit. Die niedrigste Kaste ist die der sudras und die höchste die der brahmanas: 

brahmanas = spirituelle Gelehrte
ksatrriyas =
Könige, Fürsten usw. sowie alle Staatsdiener
vaisyas
 = Bauern und Händler
sudras = (ursprünglich Land-) Arbeiter und Handwerker

 

Licht- und Dunkelgestalten …

Die Begriffe „Licht- und Dunkelgestalten“ wenden wir manchmal im Hinblick auf ganz bestimmte Personen an. Im Sanskrit werden sie „Suras“ und „Asuras“ genannt, wobei damit dann die Devas bzw. Halbgötter und die Dämonen als deren Gegenspieler gemeint sind. Worum geht es dabei aber wirklich ?

Die Suras bzw. Devas sind in ihrem ganzen Denken und Handeln der inneren und rein spirituellen Energie der Quelle von allem, was ist  (Gott) zugewandt, während dessen sich die Asuras bzw. Dämonen seiner marginalen materiellen Energie zugewendet haben. Die Suras wissen, dass sie selber ein individueller spiritueller Funke und zugleich ein Bestandteil des Schöpfers sind, wohingegen sich die Asuras mit allen göttlichen materiellen Absonderungen und Spiegelbildern identifizieren. Materie jedoch ist immer dual, instabil und veränderlich.

Das Anhaften an etwas Vergänglichem führt zu einem ständigen Kampf dagegen, der stets auch mit zeitweiligem Glück und Leid verbunden ist, das die Asuras ob ihrer Unwissenheit über ihr wahres Sein auch allen anderen unbewussten Lebewesen auferlegen. Ihr wahres Sein ist jedoch genau das Gleiche wie das der Suras, nur ist ihnen das einfach nicht klar – sie tappen diesbezüglich also im Dunklen.

Menschen, die sich hauptsächlich der Verbesserung ihrer materiellen Lebensumstände widmen, und das auch noch gegen die Bedürfnisse bzw. Interessen ihrer Mitmenschen, ohne einmal auf die Suche nach dem eigentlichen Sinn ihres Lebens zu gehen und sich wieder ihrem spirituellen Kern zu nähern, sind als Asuras zu betrachten. Derer gibt es in unserer materialistisch orientierten westlichen Gesellschaft unendlich viele, und man braucht sich daher über weit verbreiteten Neid, Gier, Streit und Gewalt nicht zu wundern – die Hauptursache dafür ist eine geistige Fehlorientierung …

Auf dem Pfad der Vernichtung …

tesam kupatha-destrnamYamaraja und die Yamadutas
patatam tamasi hy adhah
ye sraddadhyur vacas te vai
majjanty asma-plava iva

„Führer, die in Unwissenheit geraten sind und die Menschen irreführen, indem sie sie auf den Pfad der Vernichtung führen, besteigen ein steinernes Boot und ebenso die jenigen, die ihnen blindlings folgen. Ein steinernes Boot kann unmöglich schwimmen und würde mit seinen Insassen im Wasser versinken. Ebenso fahren diejenigen, die das Volk irreführen, zur Hölle und ihre Anhänger mit ihnen.“ („Srimad Bhagavatam“, 6. Canto, 7. Kapitel, 14. Vers)

Dieser Vers wurde bereits vor über 5.000 Jahren abgefasst und trifft heute mehr zu denn je. Wer mit den „Führern“ gemeint ist, kann Jeder verstehen, und wer mit Denen gemeint ist, die diesen Führern blindlings folgen sei hier erklärt: Es sind all jene Menschen, die glauben, durch die „immer bessere“ Beherrschung ihrer materiellen Lebensumstände ein glückliches Leben absichern und ein leidvolles Leben zu minimieren zu können. Dieser materielle Existenzkampf ist schon mit leidvollen Erschwernissen für sich selbst verbunden, der zugleich noch anderen Menschen ein unnötiges zusätzliches Leid auferlegt. Genau das ist es, was wir in unserer heutigen Zeit zunehmend erleben. Die Schlussfolgerung lautet, all jenen „Führern“ NICHT mehr zu folgen, die uns den Materialismus als glücksverheißendes Allheilmittel predigen …