Auf dem Pfad der Vernichtung …

tesam kupatha-destrnamYamaraja und die Yamadutas
patatam tamasi hy adhah
ye sraddadhyur vacas te vai
majjanty asma-plava iva

„Führer, die in Unwissenheit geraten sind und die Menschen irreführen, indem sie sie auf den Pfad der Vernichtung führen, besteigen ein steinernes Boot und ebenso die jenigen, die ihnen blindlings folgen. Ein steinernes Boot kann unmöglich schwimmen und würde mit seinen Insassen im Wasser versinken. Ebenso fahren diejenigen, die das Volk irreführen, zur Hölle und ihre Anhänger mit ihnen.“ („Srimad Bhagavatam“, 6. Canto, 7. Kapitel, 14. Vers)

Dieser Vers wurde bereits vor über 5.000 Jahren abgefasst und trifft heute mehr zu denn je. Wer mit den „Führern“ gemeint ist, kann Jeder verstehen, und wer mit Denen gemeint ist, die diesen Führern blindlings folgen sei hier erklärt: Es sind all jene Menschen, die glauben, durch die „immer bessere“ Beherrschung ihrer materiellen Lebensumstände ein glückliches Leben absichern und ein leidvolles Leben zu minimieren zu können. Dieser materielle Existenzkampf ist schon mit leidvollen Erschwernissen für sich selbst verbunden, der zugleich noch anderen Menschen ein unnötiges zusätzliches Leid auferlegt. Genau das ist es, was wir in unserer heutigen Zeit zunehmend erleben. Die Schlussfolgerung lautet, all jenen „Führern“ NICHT mehr zu folgen, die uns den Materialismus als glücksverheißendes Allheilmittel predigen …

Jiddu Krishnamurti …

Jiddu-Krishnamurti (1)Vor einigen Jahren schenkte mir eine gute Freundin ein Büchlein „Meditationen“ von Jiddu Krishnamurti (1895-1986), das für mich stilistisch nicht so einfach zu lesen war. Mit Krishnamurti selbst hatte ich mich bisher noch nicht befasst, jedoch schon von ihm gewusst. Und nun, bei einem spontanen Besuch der Website von Dieter Broers (*1951), bin ich wieder auf ihn gestoßen. Dabei fand ich dann folgende 7-teilige Vortrags- oder besser Seminarreihe, die heute aktueller als je zuvor erscheint. Beim Anschauen beachte man, dass Krishnamurti selber keine Erkenntnisse und Weisheiten vermittelt, vielmehr jedoch Fragen an sein Publikum stellt, was hiermit gefordert ist, sich bis zu den jeweiligen Erkenntnissen und Weisheiten alleine durchzuarbeiten:

(1)  Warum ist die Welt so ein Chaos ?

(2)  Die Bewegung des Denkens und Werdens

(3)  Handeln, das immer richtig ist

(4)  Die Konditionierung durchbrechen

(5)  Die Beziehung zwischen Wunsch, Wille und Liebe

(6)  Am Ende des Leids stehen Liebe und Mitgefühl

(7)  Gibt es überhaupt etwas Heiliges im Leben ?

Ich denke, diese anspruchsvolle Vortrags- bzw- Seminarreihe stellt eine gute Ergänzung zu meinem vorangegangenen Beitrag Die sieben Todsünden … dar. Persönlich kann ich einige Aussagen Krishnamurti’s zum Hinduismus, insbesondere den Veden, nicht unterstreichen, aber in die Tiefe, warum ich diesbezüglich anderer Auffassung bin, wird wohl kaum noch einer einsteigen wollen – dazu müsste auch er die Veden studieren …

Die sieben Todsünden …

… unserer heutigen Gesellschaft formulierte einmal „Mahatma“ Mohandas Karamchand „Gandhi“ (1869-1948) sehr zutreffend als:

Reichtum ohne Arbeit

Genuss ohne Gewissen

Wissen ohne Charakter

Geschäfte ohne Moral

Wissenschaft ohne Menschlichkeit

Religion ohne Opferbereitschaft

Politik ohne Prinzipien

Im Umkehrschluss kann sich nun jeder Mensch hinsichtlich seiner ethisch-moralischen Lebensweise selber hinterfragen, ob er seinen Mitmenschen bzw. der Gesellschaft überwiegend materiell orientiert (materialistisch) zur Last fällt oder weitestgehend (spirituell) seinem Herzen folgt …

Strand-Beobachtungen – Strand-Gedanken …

Ein heftiger Wind weht und peitscht das Meer auf … Die See spült Steine und Sand ans Ufer und vom Ufer wieder weg … Der feine Sand schleift die Steine rund und rieselt durch sie hindurch … Die Sonne blickt durch die Wolken, gibt mal Licht und mal Schatten, erwärmt die Luft, das Wasser, die Steine und den Sand … Doch woher nehmen der Wind und die Sonne ihre Kraft ? … Und warum gibt es mal den Wind und die Wolken und warum mal nicht … ?

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Die „Wetterfrösche“ glauben, für alles eine plausible Erklärung zu wissen, aber sie begründen lediglich eine Erscheinung mit einer anderen – die Quelle von allem, was diese Erscheinungen hervorruft, bleibt ihnen verborgen. Man muss schon selber auf die Suche gehen und dabei auch mal gegen den Strom schwimmen, dann erschließt sich uns schrittweise die Transzendenz der absoluten Wahrheit …

Hommage an David Bowie …

Für mich völlig unerwartet ist David Bowie – einer der herausragendsten Pop-Musiker unserer Zeit – vor wenigen Tagen von uns gegangen. Ich hatte ihn auch immer jünger in Erinnerung, tatsächlich ist er bereits 69 Jahre alt geworden, was in seinen letzten Videos nun doch nicht mehr zu übersehen war. Diese kannte ich bisher aber noch nicht und empfinde sie als sehr anspruchsvoll, wohl auch als seine persönliche Retrospektive und zur Vermittlung höchster Lebenserfahrungen gemacht …

Einer seiner besten Titel ist uns sicherlich sehr gut bekannt: „Heroes“. Dieser Titel geht mir selber immer wieder tief unter die Haut – er hat musikalisch etwas Treibendes, Aufbauendes und leicht Spirituelles, obgleich er ein Thema behandelt, dass noch die Zeit der deutschen Teilung betrifft; David Bowie hat ja einige Jahre selber in Berlin gelebt. Hier sein Live-Aid-Konzert im Londoner Wembley Stadium am 13. Juli 1985:


 

Ich, ich werde König sein,
Und du, du wirst Königin.
Obwohl sie nichts vertreiben wird,
Können wir sie schlagen, nur für einen Tag.
Wir können Helden sein, nur für einen Tag.

Und du, du kannst gemein sein
Und ich, ich werde die ganze Zeit trinken.
Denn wir sind Liebende, und das ist Fakt.
Ja wir sind Liebende, und das ist das.
Obwohl uns nichts zusammenhalten wird,
Könnten wir Zeit stehlen, nur für einen Tag.
Wir können Helden sein, für immer und ewig.
Was meinst du?

Ich, ich wünschte, du könntest schwimmen, wie die Delphine.
So, wie die Delphine schwimmen können.
Obwohl uns nichts, nichts zusammenhalten wird,
Können wir sie schlagen, für immer und ewig.
Oh, wir können Helden sein,
Nur für einen Tag

Ich, ich werde nicht König sein,
Und du, du wirst nicht Königin.
Obwohl sie nichts vertreiben wird,
Können wir Helden sein, nur für einen Tag.
Wir können wir sein, nur für einen Tag.

Ich, ich kann mich erinnern (Ich erinnere mich)
Wie wir an der Mauer standen (An der Mauer)
Und die Pistolen, sie schossen über unsere Köpfe (über unsere Köpfe)
Und wir küssten uns, als ob nichts fallen könnte (nichts fallen könnte)
Und die Schande war auf der anderen Seite
Oh, wir können sie schlagen, für immer und ewig
Dann könnten wir Helden sein, nur für einen Tag

Wir können Helden sein
Wir können Helden sein
Wir können Helden sein
Nur für einen Tag
Wir können Helden sein

Wir sind nichts, und nichts wird uns helfen
Vielleicht lügen wir, dann solltest du lieber nicht bleiben
Aber wir könnten sicherer sein, nur für einen Tag
Oh-oh-oh-ohh, oh-oh–oh-ohh, nur für einen Tag