Ich hatte mir vor nicht allzu langer Zeit ein NOVATION Launchpad X zugelegt, um mein kleines Musikstudio weiter auszubauen, dabei zwei wunderbare DAW’s mitgeliefert bekommen und etwas später auch geupgradet: AMPIFY Studio und ABLETON Live. Nach einigen Experimenten sind mir nun erste Performances (= Arrangements) aus mehreren verschieden Sound-Schnipseln *) gelungen, die ich hier einmal vorstellen möchte:
*) Bei den Sound-Schnipseln handelt es sich bisher nur um von AMPIFY produzierte und (aus Urheberrechtsgründen) kostenpflichtig bereitgestellte Sounds und sogar Clips, die ich dann selber weiter bearbeitet und über mehrere Channels (= Spuren) arrangiert habe. Hierbei müssen insbesondere die Tonarten, Notenwerte, Tempos, Einsätze u.a.m. berücksichtigt werden, um untereinander stimmig zu wirken. Mein ursprüngliches Ziel besteht jedoch darin, über meine Keyboards (Piano, Synthesizer, Orgel) eigene Sounds zu kreieren und dann miteinander zu arrangieren, wozu auch meine Musikinstrumente als sogenannte Controller in die o.g. DAW’s eingebunden werden müssen – aber das ist bei mir noch in Arbeit …
Ja, es ist schon einige Zeit her, als ich mal etwas über meine musikalischen Ambitionen berichtet habe. Und seit dem bin ich leider immer noch nicht zum Profi geworden, denn als Generalist interessieren und beschäftigen mich einfach zu viele andere Dinge, als dass ich in diesem Leben noch zu einem Musik-Spezialisten (Profi) werden könnte. Doch warum mache ich überhaupt Musik … ?
Als Schüler der 6. Klasse schenkten mir meine Eltern ein WELTMEISTER-Akkordeon mit 96 Bässen, und das war nicht gerade billig (auch heute nicht). Und ich übte also bis zu dem Alter, in dem man sich für Chanty’s, Rheinländer, Tangos und Volksmusik überhaupt nicht mehr interessierte, sondern für The Doors, Procol Harum und andere Gruppen mit elektronischen Orgel-Sounds. Ich wollte also gerne auf Orgel rüberspringen, aber der von mir auserwählte Musiklehrer entschied sich, bei Kuddel & Hein Chanty’s zu spielen und ich begann mit einer Lehrausbildung als Maschinenbauer …
Danach der „übliche“ Weg: NVA, Studium, Familie, berufliche Etablierung, Selbstständigkeit – die Musik blieb insofern auf der Strecke, als dass zwischenzeitlich mein teures Akkordeon verstaubte. Und dennoch – ich lernte einen Jazz-Musiker kennen, dessen Konzerte ich oft besuchte und bei dem meine Finger unbemerkt immer mitzuckten. Und um’s abzukürzen – wir legten uns in 2012 ein Stage-Piano zu und ich nahm nach gut 40 Jahren bei einem hier weithin bekannten Glockenspieler und Organisten den Klavierunterricht auf.
Und „leider“ ist mein Klavierlehrer Klassiker, so dass er mich in die Musik von The Doors, Procol Harum & Co. nicht einführen kann, aber bei ihm erlerne ich (bis heute) über Bach & Co. das Handwerk. Zwischenzeitlich haben wir auch unseren Instrumenten-Fundus um einen Synthesizer und eine Orgel erweitert und diese Geräte mit einem PC und einem Tablet für Aufzeichnungen und Nachbearbeitungen gekoppelt:
Neben diesen Keyboards verfügen wir immer noch über das Akkordeon, eine Gitarre, eine Tanpura mit Swarmandal und mehrere Harps. Das „Studio“ ist also schon ganz gut eingerichtet und kleinere Experimente mit dem automatisierten Notenschreiben unter MuseScore und dem Mixen unter Ardour, Renoise und Rosegarden sind mir auch schon gelungen – hätte ich dafür einfach doch noch etwas mehr Zeit, aber leider schränken mich manchmal einige Tagesaufgaben zu sehr ein … 😒
Neben Barock-Musik (Bach, Händel, Vivaldi, Soler …) interessiert mich also auch elektronische Musik, darunter die „Ambiente“, „New-Age“ und „Post-Industrial“ genannten psychedelisch wirkenden Genres – hier zwei längere Beispiele mit TANGERINE DREAM und THE YOUNG GODS:
Und hier noch was sehr Ausgefallenes – eigentlich sogar mein Beweggrund für’s Klavierspielen überhaupt …