Spur halten bei der Selbsterkenntnis …

„natah paratoro loke – pumsah svartha-vyatikramah – yad-adhy anyasya preyastvam – atmanah sva-vyatikramat“

„Es gibt kein stärkeres Hindernis für unser Selbstinteresse, als die Vorstellung, andere Dinge seien angenehmer als Selbsterkenntnis“

Srimad-Bhagavatam-4-4-1

„Das menschliche Leben ist insbesondere für Selbsterkenntnis bestimmt. „Selbst“ bezieht sich auf das Überselbst und die individuelle Seele, das heißt die Höchste Persönlichkeit Gottes und das Lebewesen. Wenn man jedoch mehr Interesse am Körper und körperlicher Sinnenbefriedigung hat, schafft man sich Hindernisse auf dem Pfad der Selbsterkenntnis. Durch den Einfluß Mayas gewinnt man ein größeres Interesse an Sinnenbefriedigung, das in dieser Welt für diejenigen, die an Selbster­kenntnis interessiert sind, verboten ist. Statt an Sinnenbefriedigung interessiert zu werden, sollte man mit seinen Tätigkeiten die Sinne der Höchsten Seele zufrieden­ stellen. Alles, was im Gegensatz zu diesem Prinzip getan wird, ist gewiß gegen das eigene Selbstinteresse gerichtet.“

(Srimad Bhagavatam, 4. Canto, 2. Teil, 22. Kapitel, 32. Vers in der Erläuterung von A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada)

Späte Entdeckung: Gábor Szabó …

Obgleich mich der Jazz bereits als Schüler sehr in seinen Bann zog und ich ohnehin immer schon einen Musikgeschmack jenseits des Mainstreams hatte, bin ich erst kürzlich auf Gábor Szabó (1936-1982) gestoßen. Hört man seine Stücke, fällt auf, wie sehr er die Jazz-Szene und die moderne Rock-Musik mitprägte – für mich ein ganz besonderer Genuss:

Moderne Zeiten: Charles Chaplin …

Wenn man sich unsere heutige Gesellschaft anschaut, wird man von dem seltsamen Gefühl übermannt, fast nur noch von Halbautomaten umgeben zu sein: Junge Leute vertiefen sich über ihre Handys und Tablets, Menschenmassen strömen zur Schichtarbeit in Callcenter hinein und hinaus,  nahezu überall wird man mit unerwünschter Musik oder Nachrichten berieselt, Motorräder dürfen trotz vorgeschriebener Dezibel-Grenzen laut herumdröhnen, Politiker treffen Entscheidungen, die unnatürlich und nicht von dieser Welt sind. Wenn der Geist die Materie beherrscht, so frage ich mich, welche Art von Geist einen Großteil unserer Gesellschaft beherrscht ? Für mich gibt es da eigentlich nur eine Antwort – ein „Maschinengeist“. Die künstliche (Maschinen-) Welt, die wir selber erschaffen haben, um unser Leben zu vereinfachen, hat sich unseres Daseins bemächtigt, und genau das hat zu Beginn des 20. Jahrhunderts der legendäre Stummfilmkomiker Charles Chaplin schon einmal vorausgesehen:

Mehr dazu auch hier

Obwohl wir in der Fülle leben …

„… sind wir unglücklich“ – Das ist eine Feststellung des großen deutschen Humanisten Erich Fromm (1900-1980) und Anderer, die schon seit Generationen immer wieder getroffen wird. Wenn uns die Fülle des Lebens – d.h. auch bei großem materiellen Wohlstand – nicht wirklich glücklich macht, was ist es dann ? Der in unserer modernen Zeit weit verbreitete Materialismus, in der Regel gepaart mit einem ausgeprägten Atheismus, findet sich sowohl in kapitalistischen als auch sozialistischen Gesellschaftssystemen wieder, aber auch in Monarchien, Diktaturen sowie weiteren Gesellschaftsformen. Der Fragestellung, was uns wirklich glücklich macht und was sogar der eigentliche Sinn des Lebens ist, sind zahlreiche Philosophen und Humanisten nachgegangen.

Auf Erich Fromm (u.a. „Haben oder Sein“) hatte mich 1994 eine mittlerweile leider verstorbene ehemalige Kundin und Freundin gebracht – sie kam 1990 mit „sozialistischen“ Hoffnungen aus den Altbundesländern nach Rostock und konnte hier dennoch nur schwer Fuss fassen – die „freie Marktwirtschaft“ hatte sie schnell eingeholt. Schauen wir nun einmal, was Erich Fromm und Andere zum Thema „Sinn des Lebens“ zu sagen haben:

Wie aus dem mehrteiligen Beitrag ersichtlich, führt uns eine materielle Ausrichtung nicht wirklich direkt ins Glück bzw. in eine Befreiung von jeglichem Leid. Es gibt nämlich noch eine immaterielle Komponente, die einen wesentlicheren Einfluss auf unser Leben hat. Mehr dazu u.a. hier