Hommage an David Bowie …

Für mich völlig unerwartet ist David Bowie – einer der herausragendsten Pop-Musiker unserer Zeit – vor wenigen Tagen von uns gegangen. Ich hatte ihn auch immer jünger in Erinnerung, tatsächlich ist er bereits 69 Jahre alt geworden, was in seinen letzten Videos nun doch nicht mehr zu übersehen war. Diese kannte ich bisher aber noch nicht und empfinde sie als sehr anspruchsvoll, wohl auch als seine persönliche Retrospektive und zur Vermittlung höchster Lebenserfahrungen gemacht …

Einer seiner besten Titel ist uns sicherlich sehr gut bekannt: „Heroes“. Dieser Titel geht mir selber immer wieder tief unter die Haut – er hat musikalisch etwas Treibendes, Aufbauendes und leicht Spirituelles, obgleich er ein Thema behandelt, dass noch die Zeit der deutschen Teilung betrifft; David Bowie hat ja einige Jahre selber in Berlin gelebt. Folgende Version dürfte nun vielen Lesern weniger bekannt sein:


Ich, ich werde König sein,
Und du, du wirst Königin.
Obwohl sie nichts vertreiben wird,
Können wir sie schlagen, nur für einen Tag.
Wir können Helden sein, nur für einen Tag.

Und du, du kannst gemein sein
Und ich, ich werde die ganze Zeit trinken.
Denn wir sind Liebende, und das ist Fakt.
Ja wir sind Liebende, und das ist das.
Obwohl uns nichts zusammenhalten wird,
Könnten wir Zeit stehlen, nur für einen Tag.
Wir können Helden sein, für immer und ewig.
Was meinst du?

Ich, ich wünschte, du könntest schwimmen, wie die Delphine.
So, wie die Delphine schwimmen können.
Obwohl uns nichts, nichts zusammenhalten wird,
Können wir sie schlagen, für immer und ewig.
Oh, wir können Helden sein,
Nur für einen Tag

Ich, ich werde nicht König sein,
Und du, du wirst nicht Königin.
Obwohl sie nichts vertreiben wird,
Können wir Helden sein, nur für einen Tag.
Wir können wir sein, nur für einen Tag.

Ich, ich kann mich erinnern (Ich erinnere mich)
Wie wir an der Mauer standen (An der Mauer)
Und die Pistolen, sie schossen über unsere Köpfe (über unsere Köpfe)
Und wir küssten uns, als ob nichts fallen könnte (nichts fallen könnte)
Und die Schande war auf der anderen Seite
Oh, wir können sie schlagen, für immer und ewig
Dann könnten wir Helden sein, nur für einen Tag

Wir können Helden sein
Wir können Helden sein
Wir können Helden sein
Nur für einen Tag
Wir können Helden sein

Wir sind nichts, und nichts wird uns helfen
Vielleicht lügen wir, dann solltest du lieber nicht bleiben
Aber wir könnten sicherer sein, nur für einen Tag
Oh-oh-oh-ohh, oh-oh–oh-ohh, nur für einen Tag

Nach dem Chaos kommt Ordnung …

… das ist eine alte Weisheit, die wir genau dann immer wieder vergessen, wenn wir uns von äußeren Erscheinungen beindrucken lassen, welche wir zunächst nicht verstehen – das geht zuweilen auch mir so. Aber es hilft, die Antworten nicht gleich im Außen zu suchen, sondern erst einmal über eine Innenkehr, denn Andere, die man vorschnell fragt, haben das Chaos zumeist auch noch nicht durchschaut.

Nun – wenn man an gleicher Stelle ein neues Haus bauen möchte, muss man das alte abreißen. Dabei zerbersten die alten geordneten Strukturen, wie z.B. die Wände und Decken, in einen unübersichtlichen Schutthaufen. Wenn das bisherige Geld- und Finanzsystem, das ganz ursprünglich einmal einen gerechten Warenaustausch ermöglichen sollte, zu einer wirtschaftlichen Bremse geworden ist, muss es gänzlich aufgegeben werden. Wenn eine Gesellschaftsform das Leben seiner Mitglieder kaum noch ermöglicht, bedarf sie einer Auflösung und Neuordnung. Wenn der Mehrheit der Menschen der wirkliche Sinn des Lebens nicht mehr klar ist, so daß sie nur noch als Individuen angstvoll um ihre Existenz kämpfen und sich ansonsten voneinander abgrenzen, so müssen die bisherigen Grundwerte ernsthaft auf den Prüfstand gestellt werden …

Wovor haben wir im derzeitigen Chaos eigentlich Angst ? Jeder weiß, dass unsere Wirtschaft wegen eines angeblichen Geld-Mangels auf der Bremse steht, wo sie doch derart leistungsfähig ist, daß nicht mehr jeder Mensch in ihr erwerbstätig sein und dennoch recht gut versorgt werden kann. Würde die Wirtschaft auch ohne Geld funktionieren oder sind die Menschen nur über einen Geld-Erwerb bereit, für die Gesellschaft tätig zu sein ? Die beste Antwort hierzu können uns Langzeitarbeitslose und Frührentner geben: Sie alle würden sich überhaupt gerne in die Gesellschaft einbringen, nicht aber von einer Profit-orientierten Wirtschaft weiter verheizen lassen …

Ist ein „Bedingungsloses Grundeinkommen“ wirklich eine Lösung für ein angstfreies Leben ? VORÜBERGEHEND – es ist nur ein Schritt, eine hoch leistungsfähige Wirtschaft zum ursprünglichen Zweckmittel zurückzuführen und die Menschen frei von Existenzangst wieder entdecken zu lassen, was in ihnen Besonderes steckt, das sie in die Gesellschaft gerne einbringen können …

Sind die Flüchtlinge und Zuwanderer aus ferneren Kulturen wirklich eine Bedrohung für unseren „christlichen Werte“ ? NEIN – denn wo werden diese Werte und deren eigentlicher Sinn noch wirklich vermittelt, geschweige denn gelebt ? Menschen aus anderen Kulturen führen zumeist noch viel eher ein geistig-spirituelles Leben als wir in unserer säkularisierten westlichen Welt. So, wie viele Wege nach Rom führen, so gibt es viele Wege, den Sinn unseres menschlichen Daseins zu ergründen – auch über fremde Religionen. Das jedoch, was wir unter „-ismus“ verstehen, wurde von deren eifrigen Verfechtern selber nicht verstanden und oftmals mit egoistischen (politischen und wirtschaftlichen) Motiven durchsetzt. Diese „-ismus“-Verfechter sind nicht unsere richtigen Ansprechpartner, aber jene, die für eine friedvolle Begegnung mit uns offen sind und dazu beitragen, unseren eigenen Horizont zu erweitern …

Wo bei alledem hat die Angst vor einem Chaos, das beim Abschneiden der o.a. alten Zöpfe nun einmal entsteht, noch eine Existenzberechtigung ? Diese Frage kann sich nun jeder selber einmal beantworten – z.B. bei einer Innenkehr …

Weisheiten aus dem „Mahabharat“ …

Das indische Epos „Mahabharat“ ist gefüllt von Weisheiten über unser zeitweiliges irdisches Dasein und menschliche Verhaltensweisen. Viele westliche „Wissenschaftler“ glauben, dass es sich hierbei um Legenden oder sogar Märchen handelt – für die Inder jedoch ist das „Mahabharat“ sowohl ein Teil seiner Geschichtsschreibung als zugleich auch ein philosophisches Kompendium. Der im Epos beschriebene Krieg innerhalb der damaligen Kuru-Dynastie ereignete sich vor gut 5.000 Jahren in der Umgebung von Kurukshetra (nördlich von Delhi), seine Hintergründe und Folgen scheinen heute wieder aktueller als jemals zuvor. Hier nun ein Animationsfilm, der die damaligen Ereignisse schildert und interpretiert (mit englischen Untertiteln, bitte Übersetzung zuschalten):

Packen wir den Müll mal anders an …

Beim Stöbern im Internet bin ich auf einen interessanten und erfreulichen Beitrag gestossen: Ein kreativer junger Berliner fertigt aus Sperrmüll einzigartige neue Möbel und senkt damit das eigentliche Abfallaufkommen. Diese Idee an sich ist nicht neu, aber die vom Recyclingdesigner Oliver Schübbe entworfenen Produkte haben doch einen ganz besonderen Reiz:

Das obige Video wurde übrigens unter www.gute-nachrichten.com.de entdeckt …