Licht- und Dunkelgestalten … (07.05.2016)

Die Begriffe „Licht- und Dunkelgestalten“ wenden wir manchmal im Hinblick auf ganz bestimmte Personen an. Im Sanskrit werden sie „Suras“ und „Asuras“ genannt, wobei damit dann die Devas bzw. Halbgötter und die Dämonen als deren Gegenspieler gemeint sind. Worum geht es dabei aber wirklich ?

Die Suras bzw. Devas sind in ihrem ganzen Denken und Handeln der inneren und rein spirituellen Energie der Quelle von allem, was ist  (Gott) zugewandt, während dessen sich die Asuras bzw. Dämonen seiner marginalen materiellen Energie zugewendet haben. Die Suras wissen, dass sie selber ein individueller spiritueller Funke und zugleich ein Bestandteil des Schöpfers sind, wohingegen sich die Asuras mit allen göttlichen materiellen Absonderungen und Spiegelbildern identifizieren. Materie jedoch ist immer dual, instabil und veränderlich.

Das Anhaften an etwas Vergänglichem führt zu einem ständigen Kampf dagegen, der stets auch mit zeitweiligem Glück und Leid verbunden ist, das die Asuras ob ihrer Unwissenheit über ihr wahres Sein auch allen anderen unbewussten Lebewesen auferlegen. Ihr wahres Sein ist jedoch genau das Gleiche wie das der Suras, nur ist ihnen das einfach nicht klar – sie tappen diesbezüglich also im Dunklen.

Menschen, die sich hauptsächlich der Verbesserung ihrer materiellen Lebensumstände widmen, und das auch noch gegen die Bedürfnisse bzw. Interessen ihrer Mitmenschen, ohne einmal auf die Suche nach dem eigentlichen Sinn ihres Lebens zu gehen und sich wieder ihrem spirituellen Kern zu nähern, sind als Asuras zu betrachten. Derer gibt es in unserer materialistisch orientierten westlichen Gesellschaft unendlich viele, und man braucht sich daher über weit verbreiteten Neid, Gier, Streit und Gewalt nicht zu wundern – die Hauptursache dafür ist eine geistige Fehlorientierung …

Auf dem Pfad der Vernichtung … (24.04.2016)

tesam kupatha-destrnamYamaraja und die Yamadutas
patatam tamasi hy adhah
ye sraddadhyur vacas te vai
majjanty asma-plava iva

„Führer, die in Unwissenheit geraten sind und die Menschen irreführen, indem sie sie auf den Pfad der Vernichtung führen, besteigen ein steinernes Boot und ebenso die jenigen, die ihnen blindlings folgen. Ein steinernes Boot kann unmöglich schwimmen und würde mit seinen Insassen im Wasser versinken. Ebenso fahren diejenigen, die das Volk irreführen, zur Hölle und ihre Anhänger mit ihnen.“ („Srimad Bhagavatam“, 6. Canto, 7. Kapitel, 14. Vers)

Dieser Vers wurde bereits vor über 5.000 Jahren abgefasst und trifft heute mehr zu denn je. Wer mit den „Führern“ gemeint ist, kann Jeder verstehen, und wer mit Denen gemeint ist, die diesen Führern blindlings folgen sei hier erklärt: Es sind all jene Menschen, die glauben, durch die „immer bessere“ Beherrschung ihrer materiellen Lebensumstände ein glückliches Leben absichern und ein leidvolles Leben zu minimieren zu können. Dieser materielle Existenzkampf ist schon mit leidvollen Erschwernissen für sich selbst verbunden, der zugleich noch anderen Menschen ein unnötiges zusätzliches Leid auferlegt. Genau das ist es, was wir in unserer heutigen Zeit zunehmend erleben. Die Schlussfolgerung lautet, all jenen „Führern“ NICHT mehr zu folgen, die uns den Materialismus als glücksverheißendes Allheilmittel predigen …

Jiddu Krishnamurti … (11.03.2016)

Jiddu-Krishnamurti (1)Vor einigen Jahren schenkte mir eine gute Freundin ein Büchlein „Meditationen“ von Jiddu Krishnamurti (1895-1986), das für mich stilistisch nicht so einfach zu lesen war. Mit Krishnamurti selbst hatte ich mich bisher noch nicht befasst, jedoch schon von ihm gewusst. Und nun, bei einem spontanen Besuch der Website von Dieter Broers (*1951), bin ich wieder auf ihn gestoßen. Dabei fand ich dann folgende 7-teilige Vortrags- oder besser Seminarreihe, die heute aktueller als je zuvor erscheint. Beim Anschauen beachte man, dass Krishnamurti selber keine Erkenntnisse und Weisheiten vermittelt, vielmehr jedoch Fragen an sein Publikum stellt, was hiermit gefordert ist, sich bis zu den jeweiligen Erkenntnissen und Weisheiten alleine durchzuarbeiten:

(1)  Warum ist die Welt so ein Chaos ?

(2)  Die Bewegung des Denkens und Werdens

(3)  Handeln, das immer richtig ist

(4)  Die Konditionierung durchbrechen

(5)  Die Beziehung zwischen Wunsch, Wille und Liebe

(6)  Am Ende des Leids stehen Liebe und Mitgefühl

(7)  Gibt es überhaupt etwas Heiliges im Leben ?

Ich denke, diese anspruchsvolle Vortrags- bzw- Seminarreihe stellt eine gute Ergänzung zu meinem vorangegangenen Beitrag Die sieben Todsünden … dar. Persönlich kann ich einige Aussagen Krishnamurti’s zum Hinduismus, insbesondere den Veden, nicht unterstreichen, aber in die Tiefe, warum ich diesbezüglich anderer Auffassung bin, wird wohl kaum noch einer einsteigen wollen – dazu müsste auch er die Veden studieren …

Die sieben Todsünden … (11.03.2016)

… unserer heutigen Gesellschaft formulierte einmal „Mahatma“ Mohandas Karamchand „Gandhi“ (1869-1948) sehr zutreffend als:

Reichtum ohne Arbeit

Genuss ohne Gewissen

Wissen ohne Charakter

Geschäfte ohne Moral

Wissenschaft ohne Menschlichkeit

Religion ohne Opferbereitschaft

Politik ohne Prinzipien

Im Umkehrschluss kann sich nun jeder Mensch hinsichtlich seiner ethisch-moralischen Lebensweise selber hinterfragen, ob er seinen Mitmenschen bzw. der Gesellschaft überwiegend materiell orientiert (materialistisch) zur Last fällt oder weitestgehend (spirituell) seinem Herzen folgt …

Strand-Beobachtungen – Strand-Gedanken …

Ein heftiger Wind weht und peitscht das Meer auf … Die See spült Steine und Sand ans Ufer und vom Ufer wieder weg … Der feine Sand schleift die Steine rund und rieselt durch sie hindurch … Die Sonne blickt durch die Wolken, gibt mal Licht und mal Schatten, erwärmt die Luft, das Wasser, die Steine und den Sand … Doch woher nehmen der Wind und die Sonne ihre Kraft ? … Und warum gibt es mal den Wind und die Wolken und warum mal nicht … ?

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Die „Wetterfrösche“ glauben, für alles eine plausible Erklärung zu wissen, aber sie begründen lediglich eine Erscheinung mit einer anderen – die Quelle von allem, was diese Erscheinungen hervorruft, bleibt ihnen verborgen. Man muss schon selber auf die Suche gehen und dabei auch mal gegen den Strom schwimmen, dann erschließt sich uns schrittweise die Transzendenz der absoluten Wahrheit …